Der Erztransport an der Zinkwand

In so hochgelegenen Bergbaugebieten wie der Zinkwand bereiteten Transporte jeglicher Art immer ein besonderes Problem.

Äußerst beschwerlich war beispielsweise die Zustellung von Baumaterial, Holz, Nahrungsmitteln und Gezähen (Werkzeugen) in diese Höhe. 


Aber auch der Abtransport der Erze war in diesem steilen Gelände mit größten Schwierigkeiten verbunden. 

Im Sommer setzten die Säumer für diese Arbeit teilweise Pferde oder Maultiere (Kreuzung zwischen Esel und Pferd) ein. Die Tiere wurden mit Traggestellen ausgestattet, auf die man die schweren Erzsäcke lud. So konnte man mit viel Geschick das ausgekuttete (sortierte und zerkleinerte) Gestein von den Gruben in der Zinkwand zu den tiefergelegenen Pochwerken bringen.


Im Winter waren es die Knappen selbst, die das bei den Knappenhäusern gelagerte Erz talwärts transportieren mussten. 

Das Hauwerk wurde zunächst in Zwilchsäcke (Leinensäcke) verpackt, die man dann in eine Schweinehaut steckte. Mehrere dieser Ledersäcke wurden mit Stricken aneinandergebunden und zu den eigens dafür angelegten Sackzugriesen gezogen. 

Auf diesem Weg lenkte sie ein Knappe, der sogenannte "Sackzieher", dann talwärts. Gefolgt wurden die Sackzüge zumeist von einem Hund, der die entleerten Säcke, die man ihm auf den Rücken gebunden hatte, später wieder zu den Gruben hinauftrug.

Sackzug


Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts wurden silberhältiges Fahlerz, geringe Mengen von Bleiglanz und Kupferkies von der Zinkwand ins Weißpriachtal abtransportiert.

Als man später auf Nickel und Kobalterze baute, brachte man die gewonnenen Zinkwanderze aus der Salzburger Region zur Schmelzhütte in das Obertal nächst Schladming in der Steiermark.


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