Das Pochwerk

In den Pochwerken zerstampfte (pochte) man die Erze. Zuvor waren diese zumeist geröstet worden. Die Pochstempel, auch Schießer genannt , wurden durch Wasserkraft gehoben.

Max Reichsritter von Wolfskron, ein k.k. Montanbeamter a. D., berichtet in seiner "Geschichte des Lungauer Bergbaues":
"
Im Jahr 1761 hat das neue Poch- und Waschwerk bei Kobaldbau im hinteren Weißpriachwinkel 10 Schüsser und einen Stoßherd (Waschherd, Planenherd). Um größtmögliche Leistungen zu erzielen, erfolgte ein Umbau der bislang "unterschlächtigen" Wasserantriebsräder in "oberschlächtige".

Das zerkleinerte Gestein aus dem Pochtrog wurde auf einen sogenannten "Durchwurf" geschaufelt und so gesiebt. Die zurückbleibenden größeren Erzstücke mußten einem neuerlichen Pochgang unterworfen werden, die kleinen Erzkörner gelangten bereits zum ersten Waschgang. Wurden sogenannte Nasspochwerke in Tirol und Sachsen schon im Jahre 1510 beschrieben, praktizierte man diese Verbesserung des Trockenpochens im Lungau erst sechs Jahre später.

Eine harte Arbeit ...

Das Pochwerk - zum Vergössern doppelklicken

Neu an dieser Arbeitsmethode war die Wasserzufuhr in den Pochtrog, die bereits einen Arbeitsgang bei der Erzwäsche ersetzte. Aus dem Jahr 1792 berichtet Wolfskron: "Das Pochwerk ist durch Schneelawinen ruiniert, und soll nächstens nothdürftig hergestellt werden." 

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Reste des Pochwerkes auf dem Weg zur Zinkwand


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