Bergbaugebiet Zinkwand
Periode des Kobaltbergbaues

Kaiserin Maria Theresia war interessiert an einer Wiederaufnahme des Silberbergbaues, im Zuge dessen wurden Kobalterze auf der Zinkwand gewonnen. Der Silberbergbau war dem endgültigen Untergang geweiht, als Folge davon wurde 1767 sogar das Schladminger Berggericht aufgehoben. Anstattdessen war der Wert der Kobalterze gestiegen und dienten als Ausgangsstoff zur Darstellung der Smalte, ein Rohstoff zur Gewinnung des begehrten Kobaltblaus.

Im 17. Jahrhundert war in Mitteleuropa der Kobalt- und Nickelbergbau an der Zinkwand berühmt. Das in Schladming erzeugte Kobaltblau diente für die Prozellanmanufaktur, in der Glasindustrie, zur Freskomalerei, darüberhinaus diente der Farbstoff zum Einfärben von Wäsche, Marzipan, Zucker und hölzernen Spielpuppen, bis die gesundheitschädlichen Wirkungen insbesondere des noch enthaltenen Arsens erkannt wurden.

1746 bekam die Firma Schütz das Privileg zur Kobalterzgewinnung, in weiterer Folge erhielt 1767 Peter Paul Strobl die Genehmigung, Kobalterze abzubauen. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts stand der Bergbau in Hand mehrerer Gewerken, jedoch war das Montanunternehmen mit großen technischen Problemen der Wasserhaltung konfrontiert. Die hohen Transportkosten infolge der abgeschiedenen, hochalpinen Lage und die zwischenzeitlich niedrigen Verkaufspreise führten dazu, daß das Unternehmen der Wiener Kobaltgewerkschaft mit dem Hauptgewerken Johann Michael von Eberl gezwungen war, den gesamten Montanbetrieb an das Montanärar zu veräußern.

Zwischen 1810 und 1814 gelangte das gesamte Montanunternehmen an Johann von Eyselsberg. Das Erzeugungsprogramm umfaßte verkaufsfähige Erzkonzentrate für die Blaufarbenfabriken und Nickel-Kobaltspeise. 1816 stellten größere Absatzprobleme den weiteren Bestand des Montanunternehmens in Frage. 1818 wurden der Montanbetrieb eingestellt.

 

Text: Dr.Feitzinger, St.Gilgen


Eine Seite zurück

               Lungauer Erzwege             
Die Lungauer Bergbau-Geschichte online
© TAURACHSOFT

zur Startseite