Die Erzwäsche

Bei dieser Form der nassen Erzaufbereitung nutzte man die unterschiedlichen Gewichte der Gesteinsbestandteile. Über mehrere Gerinne geleitet, passierte das gepochte Hauwerk grobe, mittlere und zuletzt engmaschige Kastensiebe und wurde dann noch zusätzlich von Hand versiebt. Grobe Rückstände wurden vom Karrenläufer abtransportiert und einem neuerlichen Pochgang zugeführt. Erzsand, Grieß und Schlamm setzten sich in den Wasserfässern oder Waschtrögen unterhalb der Siebe ab.

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Der nächste Arbeitsgang erfolgte am sogenannten Planenherd. Das über Gerinne zugeführte Wasser schwemmte das feine Erz über den mit Leinentüchern (Planen) ausgelegten Holzboden des "Herdes". Dabei setzten sich die schweren Erzteilchen im Gewebe fest, die leichten Mineralien wurden hingegen weggespült.

Von Zeit zu Zeit tauchte man die verwendeten Planen in wassergefüllte Fässer, um die Erzkörnchen herauszuwaschen. Nach Abgießen des Wassers befand sich am Faßboden der sogenannte "Planen- oder Kernschlich". Diese "Schlämmarbeit" war ein Arbeitsvorgang, bei dem auch Frauen und Kinder beschäftigt waren. Heute noch kann der aufmerksame Wanderer im Bereich dieses ehemaligen Waschplatzes Überreste der verwendeten Waschtröge betrachten.


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