Die Lungauer Bergbau-Chronik
nach Max Ritter von Wolfskron

Teil 5: von 1580 bis 1599


Jahr
Informationen
Quelle (*)
 1580 Matheus Gojanzell erhält für seinen Bergbau am Kaltenstein auf 3 Jahre Frohnbefreiung, da er zur Führung eines Stollens und Bau von Hütte und Pocher viel verwendet I.
1580 Paul Freiherr von Thannhauser et Cons. ersucht einen neuen Wasserstollen am Altenberg ansitzen zu dürfen, welcher auch den landesfürstlichen Bauen aldort zu Guten kommt.  B.
1581 Der Landesfürst freit 22 Gebäue und 28 Halden am Kräofen oberen und unteren Dürrenrain, Altenberg und Machainerfeld, welche 1582, 1583, 1587, 1588 wieder gefreit werden; - am Zwerchenberg in der Linnitzen freit er die Baue bei der Gottesgab, bei dem Pauernfeindt, beim Glück, St. Johannes, St. Achaz, St. Veith, bei dem leeren Säckel, beim Glück im Freudenthal, welche alle in den Jahren 1582, 1583, 1584, 1585 wieder gefreit wurden.*)  T. 82.
1581 Christof Jocher und Cons. freien am Mühlbach im Glasgraben St. Achaz, St. Michael am Kaltenstein unser Frau, St. Rupprecht, St. Leonhard, die Auffahrt, St. Leonhard unter der Wand, welche alle 1582, 1583, 1584 wieder gefreit werden, ferner unser Frau in der Wiesen am Kaltensein, welche auch bis 1585 wieder gefreit und dann an den Landesfürsten verkauft wurde.  T. 82.
1581 Wilhelm von Trauttmansdorf freit in der Stainitzen St. Bartlmä, St. Rupprecht, St. Wilhelm, (St. Wolfgang, die Hoffnung, St. Jakob, das Haderbau,) 4 Schermbaue – welche alle 1582 zum letztenmale wieder gefreit wurden.  T. 82.
1581 Erasmus Borsch aus Krain und Cons. freien in der Prantleiten im Gannthal die Moserin, S.t Oswald, St. Niclas, bei der Waldzeche – am Silberegg das Mütterl, die Eisgruben, unser Frau, St. Leonhard, bei dem Glück, bei der Gottesgab, St. Oswald, St. Johannes, (St. Bartlmä, St. Achaz, St. Mathias, St. Martha, St. Barbara im Wagendrisl), welche von ihm auch 1582, 1583 gefreit erscheinen.  T. 82.
1581 Die Krainerischen Gewerken freien in der Pruechent bei dem Kreuz, St. Matheus nebst 1 Pocher.  T. 82.
1581 Probschmelzen mit dem Bleistein in der Frohnschmelzhütte zu Ramingstein. I.
1582 David Genspruner freit im Gericht Mauterndorf St. Veit, St. Christof, St. Leonhard, St. Erasmus, die Auffahrt, St. Oswald, St. Lorenzen, St. Paul, St. Sebastian, St. Johannes, welche sämmtlich 1583 von ihm wieder gefreit werden.  T. 82.
1582 Josef Neißl und Cons. freien am Altenberg in der Mur St. Elisabeth, St. Martin, St. Paul, St. Rafael, St. Leonhard, St. Daniel, welche alle in den Jahren 1585 – 86 – 87 wieder gefreit werden.  T. 82.
1582 Die Gasteinerischen herrn (später Goldschachter Herrn genannt) freien in der Ragöllen den Goldschacht St. Daniel, St. Paul, unser Frau, St. Bartlmä, St. Christof, beim Glückstollen, das Kreuz, St. Johannes, St. Adam, St. Susanna, beim Geratswol – in der Pruechent St. Daniel, St. Barbara, St. Peter – unter der Oechslin unser Frau, welchens Alles von ihnen in den Jahren 1583 – 84 – 85 – 86 – 87 – 88 wieder gefreit wurde. T. 82.
1582 Die Gewerken am kleinen und großen Murthal freien im großen und kleinen Murthal St. Georg, St. Martin, St. Josef, St. Bartlmä, St. Veronica, und Alles im Jahre 1583 wieder.  T. 82.
1582 Der Wetterstollen im landesfürstlichen Bau am Kräofen geht nur langsam vorwärts, und am Altenberg ist der Hauptgang ins Wasser eingetrieben, was auf 3 – 4 Jahre die Erzgewinnung hindern wird, und will man das Werk nicht ertrinken lassen, zum Bau eines Wasserstollens nöthigt. Deßhalb wird angerathen, den auch diesen Zweck erfüllenden St. Barbara oder Glücksstollen der Thannhauserischen gemeinschaftlich mit diesen zu betreiben.  I.
1582 Christof Graf baut sich bei seinem Bergbau am Radstätter Thauern sehr hart, und sind seine Erze (vermuthlich Fahlerze) für sich allein nicht zu verschmelzen.  I.
1582 Erasmus Borsch Namens der Krainer Gewerkschaft, der innerhalb 6 Jahren schon über 10.000 fl. am Stübelbau und Silberegg verbaut hat, bittet um Frohnbefreiung auf 6 Jahre. Derselbe hat beim Stübelbau einen Durchschlag und Wetterfahrt erlangt und hofft, da die Gänge in der Teufe goldreicher als am Tage sind, diese großen Kosten demnach zurück zu erhalten.
1582 Der Schmittenbau und dessen auferlossne Uncossten T. 82. erwähnt.
1583 Thanhauser und Cons. freien in Ramingstein am Altenberg und Kräofen 18 Halden und 9 Frei- oder Schermgebäue.  T. 82.
1583 Carl Zeller freit an der Haidning St. Ulrich, unser Frau, St. Gertraud, die Cranhöblin, deßgleichen in den Jahren 1584 – 88 T. 82 (baute dort schon vor 1578.  I.
1583 Die Krainerischen Gewerken freien am Silberegg in der Keßlwand in der Mur bei unser Frau im Clausgraben, St. Alexen im Nagler, St. Simon und Judas, unser Frau, unser Frau im Naglbraben, auf der Mairhoferin, bei der Eisgruben.  T. 82.
1583 Die Gewerken in der Ragöllen freien in der Ragöllen dem Goldschacht gegenüber St. Gregor, Tanissa, St. Urban, St. Georg. – Im Paureith oberhalb Niederweißbriach St. Paul, St. Christof, Unser Frau, St. Daniel, Unser Frau (abermals).  T. 82.
1583 Die Gasteinerischen Gewerken freien in der Ragöllen i.d.M. die Liechtensteinerin, St. Johannes, St. Martha, St. Gregor, St. Cordula, St. Preimbs. – In der Leikarttin das Coravin, den Prindlpau, den Schmidtpaw und 1 Pocher, welches Alles 1584 – 88 von den Goldschachter Herrn und Gewerken wieder gefreit erscheint.  T. 82.
1583 Der Landesfürst stellt am Kräofen bei der Mayrin das Ort ein, doch wird mit neuen Ausschlägen fortgeschritten. Die Abbaufelder im Kräofen sind: Siebenschläferin, Fundgrube, Mayrin, St. Katharina. Die Siebenschläferin und heilige Dreikönig werden wieder in Angriff genommen. Der Dürrenrain ist in schlechten Augenschein, der Altenberg unter Wasser, obwohl bei der Doctorin und ober St. Barbara in Altenberg ein „sehr hoffliches“ Vorkommen ist. In der Linnitzen ist der Schacht entwässert und verzogen. Durchschlag. Im jahre 1582 wurden in R. 26.500 Kübl Erz mit einem Kostenaufwande von 3687 fl. verpocht.  I.
1583 Christian Willents Bergwerksantheile am Zwerchenberg in der Linnitzen. I. erwähnt. I.
1583 Die Thanhausersche Gewerkschaft in Ramingstein bittet, daß der Silberkauf von 10 fl. und 12 fl. per Mark erhöht werde, was zwar nicht bewilligt wird, aber dafür ihnen auf 10 Jahre ein Bauhülfsgeld per 600 fl. angewiesen wird. I.
1583 Christof Jocher und Cons. tragen dem Landesfürsten Erz- und Bergwerkstheile am Altenberg, Kräofen und Mißlitzgraben in Ramingstein und Mühlbach an. Frohnbefreiung auf 3 Jahre.  I.
1584 Der 1564 von Klettenhamer gebaute Pocher unter den Halden des Kräofens soll abgebrochen werden, da er zu wenig Wasser hat, und an die Mur herab versetzt werde.  T.80.
1584 Seifried von Moßhaim, Paul Freiherr von Thanhauser, Jakob Khuen Freiherr von Belasy raitten im Weißpriacher Lannschueld die Fundgruben, die 2 Schermbaue dazu rechts St. Matheus, links St. Christof, St. Johannes unter der Fundgrube auf Gangsfall, die 2 Schermbaue dazu rechts St. Peter, links unser Frau, - die heilige Dreifaltigkeit unter St. Johannes nach Gansfall, die 2 Schermbaue dazu rechts St. Paul, links St. Katharina. T. 82.
1584 Im landesfürstlichen Bergbau zu Ramingstein wird so viel Erz erzeugt, als 2 Bleiöfen Wegschmelzen können, und an jede Raittung (5 im Jahre) ungefähr 140 Mark Silber machen kann. Das Pochwerk ist in voller Arbeit. Wegen der starken Erzeugung, den starken Fürmassen und Balgen werden die unterschlächtigen Räder zu Kunsträdern (oberschlächtigen) umgeändert, und wegen Feuersgefahr ein eigener Hutmann für die Nachtschichten aufgestellt. Am Altenberg sind neue Gänge zu erhoffen.
1584 An der Schultern ob Schellgarn in der Mur ist der hinterste Schacht entwässert, werden die Erzgänge übertrieben und ist der Gang ½ Klafter dick, und berechtigt zur besten Hoffnung. Das darunter liegende Kollergrübel wird übertrieben. Aus der Weng hat ein Knappe ein Bleierz nach R. gebracht, das im Zentner 2 Loth Silber hielt, weßhalb dort Arbeiten angelegt werden. I. Am Zwerchenberg in der Linnitz ist ein schöner Glaserzgang, und beim Meyl ebendort ein schöner Kupferkies erhaut worden, der ebenfalls belegt wird. Probewaschen mit Erz von der Schultern. Bau der Schmidte, der Bergstube und des Pochers an der Schultern. Bergholzmangel in R.  I.
1584 Der Landesfürst freit im Ganthal an der Schultern: St. Leonhard, St. Erasmus, St. Oswald, St. Larenz, ober St. Larenz St. Paul, St. Sebastian, die Auffahrt, St. Johannes, der Morgenstern, bei den 3 Königen, das Glück, die Gottesgab, die heilige Dreifaltigkeit, der Fürstenbau, St. Georg. Im Kaltenbach beim Kollergrübel: St. Georg, St. Jakob, St. Johannes, St. Sigmund Friedrich, St. Antoni. – In Ramingstein: St. Johann im Machainerfeld, St. Jakob, St. Johann an der Hauptkluft, St. Martin, St. Peter, St. Paul, St. Georg, St. Erhard, St. Katharina; - am obern Dürrnrain: St. Niclas, Radgruben, Minichpergen Leidenfrost. – In der Mißlitz die obere und untere Platten, Weingartnerin, Grüne See, Schneiderin, Fundgruben. Alle diese Gruben 1585 – 88 wieder gefreit. T. 82. Ferner freit er am Küh-Parn i.d.M.: St. Paul unter der Wand, unser Frau, St. Wolfgang, St. Christof.  T. 82.
1584 Erasmus Borsch freit beim Stüblbau: St. Oswald, St. Ursula, St. Achaz, St. Anna, ST. Christof, St. Barbara, ST. Peter und Paul, St. Martin, St. Johannes, bei den heiligen Dreikönigen, welche alle 1585 – 88 wieder gefreit wurden, ferner St. Erasmus, St. Erasma. In der Keselwand in der Mur: ST. Maria Magdalena, bei den heiligen 3 Königen, St. Rosina, St. Walburg. – Auf der Mayrhofer Kluft: St. Lorenz, St. Margarethen, St. Bartelmä, St. Wolfgang, welche alle 1585 – 188 wieder gefreit wurden.  T. 82.
1584 Ludwig Plaphard und Cons. freien in der Oechslin in der Mur: St. Rupprecht, St. Peter und Pocher und Schmelzhütte zu Schellgarn – in der untern Haidning: die heilige Dreifaltigkeit; - am Sauberg: der Pfauen Stollen, die Auffahrt, welche sämmtlich 1585 – 87 wieder gefreit wurden.  T.82.
1584 Ludwig Plaphard, Klaus Feursinger, Hans am Stein, Martin Meixner und Carl Genspruner erkaufen am Sauberg und unteren Haidning die Werke, welche 1575 Claudius Maggi von Cremona dem Georg Peisser abgekauft, und dann Crida machte.  I.
1584 Carl Zeller freit am Zickhenperg im Pawreitt: die Gottesgab, St. Anna, St. Daniel, St. Johannes, der Gerätswol und in der Pallis 3 Gruben, welches Alles er 1585 – 88 wieder freite. T. 82.
1584 Freiherr von Thanhauser und Cons. freien im Weißpriacher Lanschueld: die Fundgruben, St. Matheus, St. Johannes, St. Peter, die heil. Dreifaltigkeit, St. Paulus, St. Katharina, St. Christof, Unsere Frau.  T. 82.
1584 Thanhauser und Consorten freien in Ramingstein die Fuchsgruben, Schreiberin, Rißlbau, Hühnerleiten, 12 Halden am Altenberg. Zwei Halden auf der Hühnerleiten, 3 Halden im Grossach, welches Alles 1585 – 86 wieder gefreit wurde und 1588 an den Landesfürsten übergieng. T. 82. Haben von 1585 keinen eigenen Verwalter mehr, und versieht der landesfürstliche Verwalter diesen Dienst.
1584 Paul Würtzer freit das Goldwaschwerk am Schwarzenberg.  T. 82.
1584 Matheus Peurl freit in Schellgarn St. Barbara. T. 82.
1584 Philipp und Christian Feichtner freien in der Mairhofer Alben in der Mur, die Fundgrube St. Leonhard, St. Jacob, St. Andrä. T. 82.
1584 Plaimber Andrä freit St. Veit hinter der Leonhardskirchen Tamsweg.  T. 82.
1584 Christof Graf freit in der Mur: St. Christof, beim Glück, St. Abraham, St. Erasmus, welches er Alles 1585 wieder freite. T. 82.
1584 Jacob Clain freit im Reittergraben in der Mur St. Barbara.  T. 82.
1584 Cainrath Fuchsperger und Cons. freien im Seethal: St. Cainrath, Fundgruben, St. Jacob, St. Matheus.  T. 82.
1584 Andrä Kainer freit den Glanzenbau im Mühlbach.  T. 82.
1585 Andrä Kainer freit im Mörderofen am Mühlbach das Kreuz. T. 82.
1585 Ludwig Plaphard und Cons. freien am Godbüchel in der Mur: St. Matheus, St. Johannes, die Kronschnablin ( die 1586 – 87 wieder gefreit wurden) in der Stainitzen unsere Frau 1586 – 88.  T. 82.
1585 Christof Jocher freit in der Keßlwand St. Christof, St. Georgen.
1585 Josef Neißl freit in der Olschützen den Herrenbau und Krickelbau. 1586 – 87. T. 82.
1585 Veit Pruner freit 5 Gebäue im Puttrich (Goriachwinkel)  T. 82.
1585 Hans Gärd freit im finstern Nieschl im Weng St. Daniel. T. 82.
1585

Matheus Mairhofer freit am Lärchkogel, Katzberg St. Niclas. 

T. 82.
1585 Bastian Pürstl und Cons. bitten um Frohnbefreiung für die Fundgrube am Zickhenberg.  I.
1585 Bei den landesfürstlichen Bauen am Zwerchenberg und Kaingrübel i.d.M. wird ein ziemlich guter Augenschein gemeldet. Am Schulterbau ist der Durchschlag noch nicht fertig. I.
1585 Ch. Jochers Strittigkeiten mit Seifried von Moßhaim wegen dem Eisenwerk Bundschuh. 1580 – 86. I.
1585 Christof Jocher und cons. verkaufen die schoa 1583 dem Landesfürsten angetragenen obere und untere Radgruben, den hochen Gang, und den Truffenstollen in der Mißlitz und die Schmelzhütte an die Thanhauser, die es 1588 an den Landesfürsten verkaufen.  T. 82.
1586 Der Landesfürst freit am untern Dürrenrain in Ramingstein in Ramingstein die Kollerin, St. Lucia, St. Johann Jakob, St. Peter, St. Christof, die Haidenthalerin, St. Georg ober St. Leonhard, St. Philipp und Jakob, auf der linken Hand gegen das Schloß unter der Kollerin die Mairin, St. Luzia im Saiger, die Gottesgab auf der linken Hand, unter St. Johann Jakob die Auffahrt, darüber St. Paul, ob das Vogelbühels und unter St. Peter, St. Erasmus, ober St. Peter bei unserer Frau im Segen. – Neben St. Leonhard Hauptban, rechter Hand in Mertens Waldwiese und St. Christof: heiliger Geist, darunter St. Daniel, St. Sigmund, St. Josef, St. Elisabeth, 1 alter verlegner Bau gegen den Vogelbühel. In Ramingstein am Kräofen freit er den Graf, beim Pöllizer, beim Ofner ein Schermbau, beim Parheintz. (Diese 4 neuen Gebüue werden gleich den Vorigen auch bis 1588 gefreit). Am Zwerchenberg, in der Linnitzen, in der Fendt freit er den Sonnblick und in der Schlehet i.d.M. beim König, St. Rupprecht, St. Leonhard, St. Georg. T. 82. (1588 wieder gefreit.)
1585 Guter Stand in Ramingstein und am Zwerchenberg, an der Schultern wird zur Sparung der Saumkösten erst nach der Weihnachtsraittung getheilt.  I.
1585 Probeschmelzen in Ramingstein.
1585 Thannhauser und Consorten freien in der Mißlitz die von Jocher erkaufte Schmelzhütte, die obere und untere Radgrube, das Saugrübel, unsere Frau in der Wiesen am Dürrenrain, den hohen Gang. Im Gressach freien sie die Waldgruben, den Herrenbau und die Gebhardhalden, ferner die alte Schmelzhütte und der alte Pocher im Dorf
1585 (Ramingstein?), welches Alles 1587 wieder gefreit wurde und 1588 an den Landesfürsten kam. T. 82.
1585 Grosse Wassernoth im Altenberg, zu deren Gewältigung der neue St. Martinwasserstollen in stäter Belegung ist. I. v
1585 Th. Freien am Altenberg in Ramingstein: ST. Jakob, St. Paul, St. Elisabeth, St. Ferdinand – unter des Adam im Machainerhaus: das neue Jahr, bei den 3 Königen (was 1588 wieder gefreit wurde) und erkaufen die Bergwerke des Geonzell.  I.
1586 Bei den Jocherischen Gruben in Ramingstein ist außer St. Leonhard am Kräofen, wenig Erz und in der Mißlitz keine Hoffnung.  I.
1586 Die Gensprunerischen Gläubiger freien zu St. Michael auf der Au Schmelzhütte und Pocher. T. 82.
1586 Wolf Widisch’s Erben freien den Hüttrauchbau i.d.M., der 1587 – 88 neu gefreit wird.  T. 82.
1587 Der Landesfürst freit in Ramingstein ob des Machainerfeldes neu: Ritter Georg, St. Michael, St. Sigmund Friedrich, St. Walthauser, St. Urban, St. Antoni, bei dem Hillebrand. T. 82. 1588; ferner am Dürrenrain in Ramingstein die neuen Baue: St. Wolf Dietrich, von Hauptban, von St. Lucia, über sich im Saiger gegen das Schloß. T. 82.
1587 Christof Ambthofer freit 5 Baue am Radstätter Tauern, in der Wenger Wassersaigen.  T. 82.
1587 Carl Zeller, der schon seit 1578 auf der obern und untern Haidning Bergbau trieb und deselben nicht ordentlich betreiben kann, da er 1569 in Speyr den großten Theil seines Vermögens verlor, trägt seine Bergbaue dem landesfürsten zum Kaufe an, der jedoch nicht darauf eingeht.  I.
1587 Ludwig Plaphard und Martin Meixner bitten ihre Erze außer Landes verkaufen zu dürfen, was ihnen für 2 Raittungen für die Sauberger Erze bewilligt wird. Schlechter Zustand ihres Bergbaues am Sauberg im Weißpriachwinkel.  I.
1587 Die Thanhauserischen Gewerken machen in Ramingstein 15 Zentner Kupfer.  I.
1588 Der Landesfürst freit in Ramingstein am untern Dürrenrain neu den Hauptstollen Herrenbau unter sich im Saiger von St. Wolf Dietrich, den Schermbau St. Josef ober St. Wolf Dietrich gegen das Schloß, den Schermbau zum Neißl neben der Moßhaimischen Grube. – St. Christof, St. Jakob 2 alte Rechte unter St. Martin; - vier alte Gebäue ob der Terlin: St. Conrad, St. Wilhelm, St. Friedrich in der Schlueten, - und die neu empfangenen Gebäue: ST. Sigmund neben dem großen Gottberath, St. Thoman, St. Lucas, St. Marcus, St. Leonhard, St. Gertraud, im Voglsang. Die ehemals Thanhauserischen Gruben: Fuchsgruben, die Schreiberin, der Kießbau, die Hühnerleiten mit 2 Halden, die obere und untere Radgrube, das Sagrübel und 12 Halden werden ebenfalls gefreit.  T. 82.
1588 Im Glasgraben im Mühlbach freit er: zu oberst die Fundgrube dazu die Schermbaue St. Jakob rechts, St. Elisabeth links. – Darunter St. Achaz mit den 2 Schermbauen rechts St. Georg, links St. Michel. – Unter St. Achaz, St. Urban mit den Schermbauen rechts St. Ulrich, links St. Ciriak. – Unter St. Urban St. Michel mit den Schermbauen rechts St. Christof, links St. Lucas; - unter St. Michel die Leitter mit den Schermbauen rechts St. Thomas, links St. Gertraud; - unter der Leitter St. Paul mit den Schermbauen rechts St. Sigmund, links St. Ennoch; - unter St. Paul St. Ferdinand mit den Schermbauen rechts St. Alexander, links St. Philipp. Im Wernerofen im Mühlbach freit er: das Kreuz ober der Fundgruben, darunter die heilige Dreifaltigkeit, unter der h. Dreifaltigkeit St. Elisabeth, unter St. Elisabeth St. Jakob, neben St. Elisabeth St. Georg, unter St. Jakob, St. Christof. T. 82. Im Reitergraben in der Mur St. Martin Fundgruben, St. Wolf- Dietrich, St. Michel, St. Rupprecht, bei Allerheiligen, St. Barbara, St. Wolfgang, der Mändlbau.  T. 82.
1588 Erasmus Borsch freit Schmelzhütte und Pocher zu Schellgarn, 11 Gebäue im Wagendrisl und 6 Gebäue am Radstätter Tauern. T. 82.
1588 Martin Meixner und Cons. freien am Goldbühel die Kronschnablin, an der untern Haidning die heil. Dreifaltigkeit, am Sauberg der Pfauenstollen, die Auffahrt.  T. 82.
1588 Mitterauer Bernhard freit in der Pöllitz i.d.M. 3 Geäue.  T. 82.
1588 Pacher Matheus freit im Zederhaus die Fundgrube, St. Martin, St. Matheus, St. Georg, St. Peter.  T. 82.
1588 Bundschuher Eisenwerk Obligation für Frohn und Stockzins.  I.
1589 Barbara Pürstlin Wittwe des Paul Pürstl verkauft an Franz Korwolf Pfleger von Moshaim ihre Bergwerkstheile am Goldschacht in der Ragöllen, in der Legkhartin, am Carvin, Pruechent und Zickhenberg.  I.
1589 Guter Augenschein am Goldschacht in der Mur und am Coravin.   I.
1597 Martin Steiner, Schwefelbrenner, thut einen neuen Kißbergbau am Rainkhar mit Bewilligung Raymunds von Lamberg auf.  T. 81.

(*) Quellen-Angaben lt. Wolfskron:
I – IV = Faszikel der Bergwesensregistratur B = berghauptmannschaftliche Akten
M = Akten des Pflegegerichtes St.Michael T = Akten des Pflegegrichtes Tamsweg
U.A. = Th. von Kleinmayers unparteiische Abhandlungen
[1] NB. Seit 1580 ist die Linnitz wieder in stärkerem Betriebe und wurden deßhalb Saumrosse hinauf gegeben. T. 82.

 

Quelle: "Mitteilungen der Gesellschaft für
Salzburger Landeskunde, Band 24, Jahrgang 1884"
Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Rainer Wilflinger (GfSL)
Erfasst von Christina Hofmann, Tamsweg


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