Die Lungauer Bergbau-Chronik
nach Max Ritter von Wolfskron

Teil 3: von 1553 bis 1569


Jahr
Informationen
Quelle (*)
1553

Plaphard Ludwig, Verweser der bairischen Gewerkschaft, reitet mit dem Silber seiner Gewerkschaft nach Baiern.

 I.
1554

Niclas Mayer und Matheus Gomützl (rectius Geonzell) Bitte um einen Hüttschlag zu Kendelbruck.

 I.
1555 Georg von Thurn, Pfleger zu Liechtenberg, erhält auf 10 Jahre für seine Bergwerke am Sauberg, in der Gramer (im Weißbriacher Winkel und in der Oechslin (in der Mur) Fron und Wechsl frei.

 I.

1556

Christof Hofmeisters und seiner Mitgewerken Freibrief für ihre Gruben am hohen Galling im Goriachwinkel. 

I.
1556

Wilhelm von Moßhaimbs Grubenstreittigkeiten wegen Abführung der Wasser aus dem landesfürstlichen Haderbau am Kräofen zu Ramingstein durch einen Durchschlag nach der Moshaimischen Fundgrube.

 I.
1556 Probeschmelzen mit Schwarzwandter Kupferkieß.  T. 82.
1557 Gewerken am Mühlbach zu St. Urban Fronbefreyung betreffend.  I.
1562 Wilhelm von Trautmannsdorf, Domdechant von Salzburg, verkauft das Eisenwerk im Budschuh mit allem Zubehör; auch den Drahthammer und das Blahaus zu Mauterndorf dem Urban Mayr von Schwatz, Christof Gressing zu Tamsweg und Ludwig Plaphart um 3400 fl. und 100 Thaler Lenkauf.  I.
1562 Ludwig Plaphard erhält von Wilhelm von Trautmannsdorf die Bewilligung zum Hüttrauchbrenne I.
1562 Um Trautmannsdorfer Bergbau in der Ragoln und bei der Mayrhoferkluft verzieht der Ramingsteiner Verweser und Bergrichter Maximilian Huber. I.
1562 Das Trautmannsdorfische Revierschwefelbergwerk im Zederhaus wird stärker betrieben. I.
1563 Georg von Thurn schweres Verbauen am Sauberg, in der Gramer im Weißpriachwinkel und in der Oechslin in der Mur und Frohnbereiyung deßhalb auf 7 Jahre.  I.
1564 Die Herrn von Liechtenstain dürfen zu ihrem Ramingsteiner Schmelzwerk ihre Leche aus Steyermark einfuhren und zwar frohn und wechselfrei; von den im Salzburgischen zu erbauenden Erze haben sie aber Frohn und Wechsel zu zahlen. I. (Schon im Jahre 1553 wird T.80 eines Otho von Liechtenstain erwähnt.) I.
1564 Paul Freiherrn von Tanhausers, Hans Greiffeneggs aus dem Lavantthal, Christof Gressings von Tamsweg, Georg Würgers, Geor Schilchers, und Gilg Pichlers Goldwaschwerk im Mühlbach bei St. Ulrich zu Emmersdorf.  I.
1564 Wilhelm von Trautmannsdorfs Bergbau und neuer Hüttschlag im Zederhaus. Schwefelöfen. Schlechte Erzscheidung. Probeschmelzen auf Kupfer. Tr. Steht mit Paul Eckhardt in Nürnberg mit Kupfer und Schwefel in lebhafter Handelsverbindung I.
1564 Der Landesfürst, Moshaim und Thanhauser Gewerken am Kräofen in Ramingstein. I.
1564 Der Landesfürst läßt in Ramingstein unter den Altenberger Halden einen neuen Pocher bauen, und wird den Pagge’schen Brüdern ein Grundstück dazu abgelöst.  T. 80
1564 Silberbergwerk im Mühlbach I. erwähnt. I.
1564 Georg von Thurns Silberbergwerk in Kolbl Ridt in der Schlehedt (in der Mur) „St. Daniel Fundgrube“ genannt I.
1564 Des Herrn von Liechtenstain Kupferkiesbergbau mit Pocher und Schmelzhütte in der Reischgytzen oder Sprinzgassen I. erwähnt. I.
1564 Der Holzschucher von Nürnberg Silberbergwerk in der Haidming I. erwähnt. I.
1564 Alte verlegne Silber- und Kupfergruben in der Linnitz. I.
1564 Hüttrauchbergwerk Kruxleitten im Goriachwinkel I.
1564 Viel hoffnungsreiche Silberbergwerke, ein Hüttrauchbergwerk und eine Schmelzhütte im Lessachwinkel I. erwähnt I.
1564 Der Landesfürst läßt in Ramingstein neue Bergbaue eröffnen, Pocher bauen (45) und eine neue Schmelzhütte, was noch bis zum Jahre 1567 währt.  T. 80.
1564 Thoman Seidl und Simon Schwarz bekommen zum Betrieb der Grube Kranschnablin in der Mur ein Anlehen. M. 81.
1564 Goldwaschwerk im Prewald I. erwähnt. T. 79.
1564 Dem Gewerken Alexander Wenger am Stüblbau wird das Silberschmelzen eingestellt.  I.
1566

Wilhelm von Trautmannsdorf erhält für seine Kupfer und Schwefelwerke im Zederhaus auf 2 Jahre Frohnbefreiung. I. Bergbau am Rauchwald 1568

I.
1566 Jakob von Thurn erbaut zu Schellgarn eine Schmelz- und Pochhütte, Behausung, Kohlbarren und Erzhof M. 47.
1567 Jakobs von Thurn (seeliger). Verzeihniß aller Lidlonschulden am Sauberg und der Oechslin. M. 80.
1567 Der Bundschuher Gewerken Waldstrittigkeiten mit den Moshaimern und Weißbriachischen. T. 80.
1567 Die Unterthanen sollen zum Hüttenbau in Ramingstein ihre Fuhren gegen Bezahlung verrichten.  T. 80.
1569 Christof Gressing und seine verwandten Mitgewerken am Goldwaschwerk im Mühlbach unterhalb Moßheim haben dem Gilg Karner Schadenersatz zu leisten.  T. 81.
1569 Erzeugung der Wilhelm von Trautmannsdorfischen 6 Oefen im Zederhaus: 594 Ztr. Kupfer und 363 Ztr. Schwefel, welche Erzeugung jedoch im Jahre 1570a*)[1] schon auf 219 Ztr. Kupfer und 144 Ztr. Schwefel, und im Jahre 1571 b*)[2] gar auf 75 Ztr. Kupfer und 26 Ztr. Schwefel sank. I.

(*) Quellen-Angaben lt. Wolfskron:
I – IV = Faszikel der Bergwesensregistratur B = berghauptmannschaftliche Akten
M = Akten des Pflegegerichtes St.Michael T = Akten des Pflegegrichtes Tamsweg
U.A. = Th. von Kleinmayers unparteiische Abhandlungen
[1]  In 2 Oefen. - [2] In einem Ofen.

 

Quelle: "Mitteilungen der Gesellschaft für
Salzburger Landeskunde, Band 24, Jahrgang 1884"
Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Rainer Wilflinger (GfSL)
Erfasst von Christina Hofmann, Tamsweg


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