Die Lungauer Bergbau-Chronik
nach Max Ritter von Wolfskron

Teil 2: von 1435 bis 1550


Jahr
Informationen
Quelle (*)
 1435 Conrad Meiß erhält am Ertag nach Sand Jacobs Tag Erlaubniß Gold und Silbererz in Waltein und in der Mur zu suchen. 

U.A.

1443 Sigmund und Christof Moßhaimer und Erhard Wendelstain bekommen von Erzbischof Friedrich am Mitichen nach sand Schlastica Tag die Bewilligung zu Ramingstain im Lungau und daselbst herum Bergwerk zu (?) und aufzuschlagen, und da es Gold und Silbergerze sind, solche auf 3 Jahr Wechsel- nicht aber Fron- oder des zehenten Paar- oder Kübelfrey zu geniessen.

 U.A.

1446 die Moßhaimer bekommen die bereits aufgeschlagenen Gruben neuerdings gefreit, mit der Bewilligung allerlei Erz und Bergwerke im ganzen Lungau aufzuschlagen, wogegen sie dem erzstiftlichen Wechsler die ersten 6 Jahre den zehnten Kübel, hinnach aber die zahnte Mark Geld oder Silber für Frohn und Wechsel geben sollen, das übrige Gold aber nach Belieben verkaufen können. Ferners wird ihnen gestattet, Bergwerke nach ihnrem Gefallen mit Knappen und andern Nothdurft zu besetzen, und sich hiezu der nothwendigen Wasserflüß, Wälder, Steeg und Weeg zu gebrauchen. Endlich sollen ihre Knappen unter dem Berggericht, - außer der vier Händel, so das Leben berühren, stehen, - und sonst frey und sicheres Geleit haben.

 U.A.

1459

Die Gränzen der Freyung Ramingstain werden von Erzbischof Sigmund I. bestimmt, für den Bedarf der Knappen dort ein Wochenmarkt eingeführt, und mehrfache Vorrechte verliehen.

 T. 79.
1463

Franz Ritter von Thannhauser (?) von Friesach und sein Vater treiben in der Gragoll in der Oechslin (in der Mur) Goldbergbau 

I.
1508

Franz Ritter von Thannhauser läßt den Schacht in der Oechslin auf, läßt jedoch die Halden desselben mit Vortheil durchkutten und verwaschen.

 I.
1510

Franz Ritter von Thannhauser gewältigt einen alten (römischen) Schacht in der Mur.

 I.
1513

Franz Ritter von Thannhauser ist gewillt einige Bergbaue, die er im Lungau und am Radstätter Tauern hat, als unergiebig aufzulassen. 

I.
1514

N. Fröschlnosser Schlammhütte in Ramingstein. Will dort eine Schmelzhütte bauen.

 I.
1530

Goldwaschwerke im Lungau und in der Lewsnitz pach beim heiligen Kreuz, St. Margarethenstollen Reittstollen, St. Ulrichsstollen werden genannt. (Nähere Ortsbezeichnungen, sowie Datum fehlen und ist Letzteres nach Schrift, Papier uns Wasserzeichen annähernd auf 1520 bestimmt.) 

T. 81.
1521

Der Gewerken im Mühlbach und Ramingstein Beschwerden wegen Wechsl und zu schlechter Erzeinlösung, Bescheid des Erzbischofs darüber.

 I.
1533 Landesfürstlicher Bau in Ramingstein, genannt das Egkh; seine Gränze gegen die Moßhaimsche Fundgrube in Ramingstein  I.
1533 Ramingstain , Haderbau am Kräofen.  I.
1534

Gewerkenstrittigkeiten am Kaythal.

 I.
1535 Wolf Dennk Jäger und Berhard aus dem Thomathal finden ein neues Bergwerk in der Grubach im Twengerthal.  I.
1547

Lorenz Suppan zu Mauterndorf baut mit dem Landesfürsten, der 5/9 besitzt, am St. Daniel im Grubach und hat im Jahre 1552 einen Streit mit dem Bergrichter wegen confiszirter Erze. 

T. 81.
1547 Von Jacob und Bartlmee von Moßham unberechtigt sich zu repartirtes Silber wird vom Bergrichter mit Beschlag belegt.  I.
1547 Im landesfürstlichen Bau an der Öchslin in der Mur sind 100 Kübel Erz gehaut. I.
1547 Im landesfürstlichen Bleierzbau in dem Granitzstain in der Linnitzen wird zu arbeiten begonnen. I.
1547 In Balthasar Gennsprunners Pocher bei St. Michael werden des Versuches halber die Landesf. Erze aus der Oechslin verpocht und verwaschen. I.
1549 Lorenz Suppan baut mit dem Landesfürsten (5/9) an der Fundgrube in Tweng. T. 81.
1550 Der Pfleger solle berichten, warum er Leonhard Weber, der die Bergarbeiter in der Lessach mit Proviant versehen, bestraft habe T. 80.
1550 Hans Lienpachers Abschied mit den Herrn Gewerken am Schwarzenberg.   I.

(*) Quellen-Angaben lt. Wolfskron:
I – IV = Faszikel der Bergwesensregistratur B = berghauptmannschaftliche Akten
M = Akten des Pflegegerichtes St.Michael T = Akten des Pflegegrichtes Tamsweg
U.A. = Th. von Kleinmayers unparteiische Abhandlungen

 

Quelle: "Mitteilungen der Gesellschaft für
Salzburger Landeskunde, Band 24, Jahrgang 1884"
Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Rainer Wilflinger (GfSL)
Erfasst von Christina Hofmann, Tamsweg


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