St.Margarethen: Torfabbau Übertage

Beim sogenannten "Saumoos" in St.Margarethen handelt es sich um ein relativ trockenen Latschenhochmoor mit einer Ausdehnung von 17ha. Mooren sind natürliche Bildungs- und Lagerstätten von Torf an der Erdoberfläche. Vertorfung ist ein Vorgang, bei dem zuerst Vermoderung unter Sauerstoffmangel und später Fäulnis unter Luftabschluß stattfindet.

Der Kohlenstoff wird dabei nicht zu Kohlendioxid abgebaut, sondern zu elementarem Kohlenstoff. Dieser Vorgang (Inkohlung) führt zur braunschwarzen Farbe des Torfes (einer Übergangsstufe zur Braunkohle) und zu dessen Verwendbarkeit als Brennstoff. Trotz eines guten Heizwertes (12.000 – 16.000 kj/Kg) wurde Torf im Lungau nicht als Heizmaterial sondern als Streu verwendet.

Holzhütten zum Trocknen der Torf-Soden

Die Torfsoden wurden zuerst in Lagerschuppen luftgetrocknet und dann durch einen Reißwolf zerkleinert. Die so erhaltene Torfstreu wurde in der Folge an die Bauern abgegeben. Auf diese Weise konnte der Mangel an Streu im Lungau ausgeglichen werden.


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