Bergbaugebiet Seekar
Betriebsära der Silber- und Kupfergewerkschaft Seekar

1867 gelang es dem k. k. Bergverwalter Johann Griessenböck des k. k. Eisenwerkes Sulzau bei Werfen, eine Schurfgesellschaft zu bilden, aus welcher 1870 die Silberund Kupfergewerkschaft Seekar hervorging.

Zu diesem Zeitpunkt wurde, nachdem das Gebiet zunächst mit Freischürfen belegt und Schurftätigkeiten unternommen wurden, die sich im wesentlichen auf die Gewältigung des Johann-Jakob-Erbstollens und der Margarethenstollen beschränkten, 1871 zwei Grubenfelder mit den Namen Franz und Josef, bestehend aus je vier einfachen Grubenmaßen mit je einem Flächeninhalt von 50.176 Quadratklafter, verliehen.

Der Gewerkschaftsbesitz war in 128 Kuxe bzw. Anteile unterteilt, Direktionssitz der Silber- und Kupfergewerkschaft Seekar war Salzburg, als erster Direktor der Gewerkschaft füngierte Dr. Josef Khuen. Als Obmänner zeichneten Franz Guggenbichler, Kaufmann in Salzburg, und Johann Wallner, Werksverwalter in Mauterndorf, verantwortlich.

Als Kuxeinhaber bzw. Anteilhaber waren u. a. bekannte Vertreter Salzburger Unternehmer, wie Karl Steiner, Eisenwerksbesitzer in Grödig, Matthias Gschnitzer, Kunstwollfabrikant in Salzburg, und Karl Spängier, Bankier in Salzburg, im Gewerkenbuch eingetragen. Zunächst errichtete die Gewerkschaft an Stelle einer abgebrannten Alphütte ein Berghaus.

Zwischen 1871 und 1877 beschränkte die bergbauliche Tätigkeit der Gewerkschaft insbesondere auf die Gewältigung alter Grubenbaue, wie die des Johann-Jakob-Erbstollens, des Margarethen- und schließlich die des Gottesgabstollens sowie Aufsuchen und Untersuchung von Erzanständen und der Überkuttung alter Haldenanlagen. Offenbar zeigte sich die Einsicht, daß der Betrieb ohne Realisierung eines neuen Unterbaustollens unwirtschaftlich zu führen war, denn schon 1877 wurde der Bergbau wieder gefristet und 1881 als Hoffnungsbau zum Verkauf angeboten.

Zu diesem Zeitpunkt waren im Bergbau die Grubenbereiche des Johann-Jakob-Erbstollens, Margarethen- und Gottesgabstollens und deren Abbaue zugänglich und Erzanstände ersichtlich. Die Obertageanlagen bestanden aus dem bereits erwähnten gemauerten Berghaus für 30 Mann, einer Bergschmiede, einem gemauerten Pulver- und Sprengmittelmagazin, ferner waren im Zuge der Gewältigungs- und Aufschließungsarbeiten 100 Zentner geschiedene Erze, mehrere 100 Zentner Erzhauwerk sowie mehrere 1000 Zentner silberhaltige Pochgänge vorhanden. Ein Probenschein der k.k. Berg- und Hüttenverwaltung Brixlegg in Tirol vom 16. Juli 1878 über Kupferkies und Fahlerz des Silber- und Kupferbergbaues Seekar zeigte Kupferkies mit 28,5% Kupfer und Fahlerz mit 414 g Silber in 100 kg Erz und 8% Kupfer.

Mangels einer Aufbereitungsanlage, wie eines Brechers, Pochers und einer Trommelwäsche, wurden die handgeschiedenen Erze zwischen 1874 bis 1877 in der Kupferhütte der k.k. Berg- und Hüttenverwaltung Brixlegg in Tirol eingelöst und verschmolzen.

Da sich die Gewerken um 1877 weigerten, weiterhin eine jährliche Zubuße von 40 Gulden pro Kuxe zu leisten, wurde der Bergbau in Fristung gestellt.

Obwohl laut bereits erwähntem vorliegenden Offert teilweise in den Sohlenstraßen der Firstenabbaue die schönsten Erze anstanden, zeigte sich infolge des großen Wasserandranges ein wirtschaftlicher Abbau immer schwieriger und das bereits 1676 beantragte Unterbauprojekt wurde als unumgänglich erachtet.

Festgestellt wurde, daß der Bergbau nicht etwa mangels Vertrauen an dessen Prosperität aufgelassen wurde, sondern einzig und allein, weil der größte Teil der gegenwärtigen Kuxebesitzer kein fachmännisches Interesse daran hatte und mit den kleinen Zubußen oder Einzahlungen ein ordentlicher Betrieb nicht durchführbar war.

Offensichtlich fand in den Folgejahren kein Verkauf der Bergbauanlagen bzw. des Bergbaubesitzes statt; der Bergbau wurde weiterhin in Fristung gestellt bzw. zeitweise mit zwei Arbeitern Erhaltungsarbeiten durchgeführt. 1901 verstarb Gewerkschaftsdirektor Karl Steiner, und als Nachfolge wurde 1902 die Witwe Theresia Steiner zur Gewerkschaftsdirektorin bestellt. Zu diesem Zeitpunkt waren die 128 Kuxe bzw. Bergwerksanteile auf 44 Gewerken aufgeteilt, wovon 27 Gewerken inzwischen verstorben bzw. unauffindbar waren, so daß eine Neuordnung bzw. Auflösung der Silberund Kupfergewerkschaft Seekar unumgänglich erschien.

1907 erwarben Marcus Gould aus London, Louis Oppenheim und Simon Symons, Privatier in London, als Mitgewerken um 8000 Kronen die Bergbauanlagen bzw. den Bergbaubesitz der Silber- und Kupfergewerkschaft Seekar. Als Gewerkschaftsdirektor füngierte Marcus Gould, als bevollmächtigte Gewerkschaftsdirektoren zeichneten Dr. Otto Widmann, Advokat in Salzburg, und Adolf Weiß, Kaufmann in Wien.

Unter Bergbaubetriebsleiter Ing. Viktor Fürnkranz aus Wolfsegg wurden mittels zwei bis vier Arbeitern zwischen 1906 und 1910 Gewältigungsarbeiten im Bereich des Johann-Jakob-Erbstollens vorgenommen, die weiters durch Aufschluß- und Abbautätigkeit gewonnenen Erze kamen zur Einlösung an die k. k. Kupferhütte der k. k. Berg- und Hüttenverwaltung Brixlegg in Tirol.

1910 gelangte der Bergbau in die Hände von Dr. Otto Hecker, Bergbauingenieur in Berlin, und Dr. Franz Fiegen, Staatsanwalt in Berlin, welche den schon 1676 geplanten Unterbaustollen am 2. April 1910 mit maschinellem Bohrbetrieb in Angriff nahmen.

Die Bohrarbeiten wurden mittels zwei Flottmannbohrhämmer vom Typ D4 vorgenommen, die Schießarbeit erfolgte mit Ammonal bzw. Dynamit, die Förderung geschah mittels eiserner Kipphunte auf eisernen Fördergeleisen. Als Geleucht dienten Azetylenlampen, die Wetterführung wurde zunächst natürlich, in weiterer Folge durch den Einbau von Wetterlutten durchgeführt. Die Versorgung mit elektrischer Energie, insbesondere zum Antrieb des 10-PS-Flottmannkompressors erfolgte durch eine 14-PS-Turbinenanlage. Der zu Beginn der Arbeiten durchwegs gut eingerichtete Bergbau beschäftigte 10 bis 15 Arbeiter, die Schichtdauer für Untertagarbeiter war zwölfstün-dig von 6.00 Uhr bis 18.00 Uhr, bei einer zweistündigen Pause; Überschichten, wie Sonntagsarbeiten, fanden nicht statt. Die Entlohnung erfolgte im Schichtlohn, wobei ein Häuer 4 Kronen, 30 Heller, ein Tagarbeiter 3 Kronen, 60 Heller und ein Aufseher 4 Kronen, 30 Heller sowie 10 Kronen Monatszulage erhielten.

Als Unterkunft diente das alte, geräumige Berghaus mit Küche, Aufenthaltsraum, zwei Zimmern mit je drei Betten und fünf Betten im Dachbodenraum.

1912 und 1913 erreichte der Emil-Unterbaustollen eine Länge von 179 m und 439 m. Bei Stollenlänge 439 m wurde offensichtlich der Erzgang als gangartige" Spalte mit Schwefelkies, etwas Kupferkies und Fahlerz, Ankerit und Eisenspat angefahren.

Anstelle des abgebrannten Betriebsgebäudes wurd 1913 ein 24 m langes und 6,5 m breites Berghaus aus Steinmauerwerk errichtet, in welchem außer einer Schmiede eine Kompressorenanlage, eine Mannschaftsstube samt Küche und zwei Schlafräume für 24 Betten, zwei Steigerstuben und zwei Räume für den Bergbaubetriebsleiter untergebracht waren.

Bedingt durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 mußte der Bergbaubetrieb infolge Einrückens der Beamten und mehrerer Arbeiter vorübergehend eingestellt werden.

Der kriegsbedingte erhöhte Bedarf an Rohstoffen, insbesondere an Metallen, veranlaßte die Silber- und Kupfergewerkschaft Seekar unter der Betriebsleitung des Kaiserlichen Rates Johann Pirchl, Bergverwalter a. D. der Mitterberger Kupfergewerkschaft, den Bergbaubetrieb zwischen 1. September und 12. Dezember 1914 erneut aufzunehmen, jedoch mußten infolge Kapitalmangels der Gewerkschaft und mangels Leistung von Zubußen der einzelnen Gewerken die Arbeiten eingestellt werden. Die während dieser kurzen Betriebsära durchgeführten Aufschlußtätigkeiten mittels eines Aufsehers und vier Häuern brachten abbauwürdige Erzanbrüche, so daß über Auftrag der k. k. Zentralrequisitationskommission in Wien der Auftrag erteilt wurde, die vorhandenen bzw. gewonnenen Scheiderze zur Kupferhütte der k. k. Berg-und Hüttenverwaltung Brixlegg in Tirol zur Einlösung zu bringen.

5889 kg Scheiderze zeigten 12,5% Kupfer und 30 g Silber in 100 kg Erz und brachten einen Ertrag von 1414 Kronen.

Während der letzten beiden Betriebsperioden wurde zur Verbindung zwischen dem neuen und dem alten Grubengebäude, dem Emil-Unterbauhorizont und Johann-Jakob-Erbstollenhorizont ein flacher Schacht aufgebrochen und durch Sohlen und angesetzte Querschläge die Gegenwart von Erzanbrüchen festgestellt. Die fünfte Sohle gelangte noch in einen offenen Abbau, der sogenannten Weitzeche, von der aus ein 9 m tiefer Schacht abgeteuft wurde. Weitere, vom Johann-Jakob-Erbstollen abgeteufte kurze Schächte zeigten abbauwürdige Erzanbrüche mit einer durchschnittlichen Mächtigkeit von 20 cm, sodaß bei einer daraus resultierenden Erzförderung von 35.700 Zentnern ein Ertrag von 278.400 Kronen möglich erschien.

Kriegswirtschaftliche Überlegungen veranlaßten die Silber- und Kupfergewerkschaft Seekar, mit einem Staatsvorschuß von 20.000 Kronen den Bergbaubetrieb am 15. April 1916 mit zunächst 15 Arbeitern, einem Aufseher und Betriebsleiter wieder aufzunehmen.

Die im Zuge der Aufschlußarbeiten zwischen 1. September und 12. Dezember 1914 zwischen dem Johann-Jakob-Erbstollenhorizont und dem Emil-Unterbaustollenhorizont in einem saigeren Abstand von ca. 62,8 m getätigten Aufschlüsse auf 5 Sohlen bzw. Horizonten mit teilweise abbauwürdigen Erzanbrüchen, ließen unter Betriebsleiter Kaiserlichem Rat Johann Pirchl die Berechtigung zu, den Abbaubetrieb aufzunehmen. Im Sommer 1916 wurde das Berghaus durch den Anbau eines Scheid-und Klaubhauses erweitert, welches drei Räume für einen Hauwerksbehälter, einen Klaubtisch zur Trennung des Hauwerkes in Scheid- und Mittelerze und taubes Hauwerk, und einer Scheidstube mit vier Scheidtischen zur Anreicherung der Scheiderze zeigte.

Im Zuge der Aufschluß- und Abbautätigkeiten wurden 1916 bei einem Mannschaftsstand von 18 Mann insgesamt ca. 800 Zentner Derb-, Mittel- und Roherze gewonnen und darüber hinaus 50 Waggons Hauwerk von "erziger" Beschaffenheit auf Halde deponiert.

Die Entlohnung erfolgte monatlich und betrug bei einem Aufseher 190 Kronen, ein Häuer erhielt im Akkordlohn zwischen 200 und 230 Kronen, ein Förderer 163 Kronen und die Köchin 120 Kronen. Teilweise erfolgte eine Naturalentlohnung durch Lebensmittelausgabe. Zur Versorgung mit Milch wurden vier Ziegen gehalten und wöchentlich 7 bis 8 kg Fleisch und 50 bis 60 kg Kartoffeln bezogen.

1917 wurden die Aufschlußtätigkeiten und der Abbau- und Förderbetrieb forciert und wie bisher der maschinelle Bohrbetrieb mittels zwei Flottmannbohrhämmer vom Typ D4 und einer Flottmann-Kompressorenanlage vorgenommen. Gesprengt wurde ausschließlich mit Dynamit, nachdem ein eigenes Dynamitmagazin errichtet worden war. Die Versorgung der Betriebsanlagen mittels elektrischer Energie erfolgte durch eine Wasserkraftanlage, wobei das Kraftwasser für den Betrieb der Turbine aus dem Johann-Jakob-Erbstollen und aus zwei weiteren Quellen herangezogen wurde. Die Druckleitung aus nahtlosen Mannesmann-Stahlmuffelrohren zeigte eine Länge von 340 m bei einem Gesamthöhenunterschied zwischen Wasserfassung und Krafthaus von 70 m; die Turbine selbst war eine Hochdrucklöffelturbine mit 800 mm Laufraddurchmesser, 560 Touren und einem Wirkungsgrad von 78% und lieferte 14 PS. Das Unterwasser mündete durch einen betonierten Unterwasserkanal in die Zuflüsse des Hundsfeldsees. Die Arbeitsmaschine, eine Flottmann-Kompressorenanlage mit 68 atü Betriebsdruck und einem Kraftaufwand von 10 PS bei einem angesaugten Luftquantum von 1400 l/min., wurde von der Turbine aus mittels Riemen betätigt. Über einen Windkessel beim Emil-Unterbaustollen wurden zwei Flottmannbohrhämmer vom Typ D4 betrieben. Turbine und Kompressor befanden sich in einem hölzernen Gebäude beim Berghaus.

Im Zuge der Aufschluß- und Abbautätigkeiten wurden 1917 bei einem Mannschaftsstand von 21 Mann insgesamt 2000 Zentner Derb-, Mittel- und Roherze gewonnen mit einem durchschnittlichen Metallgehalt von 2,36 bis 4,45% Kupfer und schließlich mit einem Silbergehalt von 250 g/t Hauwerk.

Derberzpartien im Bereich der Erzgänge zeigten hingegen einen Metallgehalt von bis zu 22,5% Kupfer und einen Silbergehalt bis zu 850 g/t Hauwerk.

1918 fand eine Erzförderung von 1500 Zentner statt, die, soweit verwertbar, wie bisher mittels Ochsengespann nach Radstadt und schließlich mit der Eisenbahn nach Brixlegg transportiert und in der Kupferhütte der k. k. Berg- und Hüttenverwaltung Brixlegg eingelöst wurden.

Bedingt durch die Kriegsereignisse im November 1918 kam der Bergbaubetrieb der Silber- und Kupfergewerkschaft Seekar am Radstädter Tauern bei Obertauern gänzlich zum Erliegen.

Zusammenfassend betrachtet, wurden in der Betriebsära zwischen 1910 und 1918 zwischen dem Emil-Unterbaustollenhorizont und dem Johann-Jakob-Stollenhorizont im wesentlichen ein Erzgang durch fünf Sohlen bei einer saigeren Höhe von 62,8 m aufgeschlossen, durch darauf angesetzte Querschläge untersucht, mittels Firstenstraßen- bzw. Firstenstoßbau mit Bergeversatz abgebaut und dabei ca. 600 m Stollen und Schächte aufgefahren.

Die fünf Sohlen lagen 14,5 m, 25,7 m, 38,5 m, 52,2 m und 62,8 m über dem Emil-Unterbaustollenhorizont.

Auf der ersten und zweiten Sohle zeigte der Erzgang eine Mächtigkeit von bis zu 75 cm und bestand aus eingesprengtem "Silberfahlerz" und etwas "Schwefel- und Kupferkies". Die dritte Sohle führte einen 10 cm mächtigen, derben Kupferkiesgang, die vierte Sohle schloß einen 8 cm mächtigen, derben Kupferkiesgang mit durchschnittlich 22,5% Kupfer und 250 g Silber pro Tonne auf, in der fünften Sohle am Niveau des Johann-Jakob-Erbstollens ließen sich in einem noch offenen Abbaugebiet, der sogenannten Weitzeche des Johann-Jakob-Erbstollenhorizontes, "schöne Erze" beleuchten.

60 m über dem Emil-Unterbaustollen befand sich der Johann-Jakob-Erbstollen. Der nach 180 m über 400 m vorgetriebene Ostflügel durchörterte zwei Adelszonen, die durch Übersichhauen abgebaut wurden. Vor allem zu Beginn des Ostflügels zeigte sich eine Adelszone, die in der Weitzeche auf einer Fläche von 3500 m2 abgebaut wurde. Richtung West wurde die Adelszone der Margarethenzeche unterfahren und durch einen 21 m saigeren Aufbruch der Margarethenstollenhorizont erreicht und die Verbindung mit den höheren Grubenbauen hergestellt.

Im Zuge der 1909 durchgeführten Gewältigung des Johann-Jakob-Erbstollens konnten zwischen diesem und dem Margarethenstollenhorizont ebenso wie in kurzen Gesenken von der Johann-Jakob-Erbstollensohle aus bis zu 40 cm mächtige Vererzungen festgestellt werden; diese wurden mittels Sohlstraßen in die Tiefe verfolgt, jedoch erst im Zuge der Aufschlußtätigkeit von der 3. und 4. Sohle des Emil-Unterbaustollens aus aufgeschlossen und abgebaut.

Im Bereich des Margarethenstollens wurde bereits seinerzeit eine Adelszone in der Margarethenzeche auf einer Fläche von 2700 m2 abgebaut und dürfte die reichste gewesen sein. Dem Margarethenstollen, der nach ca. 50 m den Erzgang erreichte, folgte das obere Stöllerl als Hilfsstellen, die tagnahen Erzpartien wurden jedoch in einem Tagbau gewonnen. Oberhalb des Tagbaues zeigt sich der noch offene und befahrbare Mittelstollen, der einen Erzgang auf ca. 80 m verfolgte.

Der weiter oberhalb liegende, teilweise noch befahrbare Gottesgabstollen birgt einen Abbau mit einem ca. 80 cm mächtigen, weitgehend abgebauten Erzgang; ein Nebengang des Erzganges wurde mittels eines kleinen Schrämstollens untersucht.

Mit dem Gottesgabstollen wurde eine Adelszone, die sich in zwei Teile gliederte, abgebaut. Oberhalb befindliche Bereiche wurden durch einzelne, bis zu Tag reichende kleinere Schrämstollen und kleinen Tagebauen verfolgt. Richtung Seekarspitze bzw. Wurm wand bis über 2100 m traten die Erzgänge vermutlich vielfach als Erzausbisse zutage und wurden mittels kleinerer Tagbaue und Schurfschächte untersucht, die im Gelände noch als Pingen erkennbar sind.

 

[ Historische Fotos ] [ Historische Dokumente ]

 

Aus dem Buch "Bergbau Seekar und die touristische Entwicklung Seekar-Obertauern"
Mit freundlicher Genehmigung von Fam. Krings, Seekarhaus Obertauern


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