Historische Eisengewinnung 

Bis 1562 befanden sich der Eisenbergbau im Schönfeld, der Schmelzofen in Bundschuh und das Hammerwerk in Mauterndorf im Besitz des Salzburger Domdechanten Wilhelm von Trauttmannsdorf. Dieser verkaufte die Anlagen an die Gewerkschaft (heute: Bergbaugesellschaft) Mayr, Gressing, Plaphard. Im 17. Jahrhundert  wurde der Eisenbergbau von der Familie Jocher betrieben.

Im 18. und frühen 19. Jahrhundert  wurden Bergbau und Hütte vom Erzbischof geleitet. 1807 erhielt Bundschuh ein neues Hüttenwerk mit einem Gusshaus.

1815 übernahm die "Lungauer Gewerkschaft" Steiner, Türk & Co. für kurze Zeit den Betrieb in Bundschuh. 1839 erwarben die steirischen Gewerken Neuper und Pesendorfer die Bergbaue im Schönfeld, den Hochofen in Bundschuh und das Hammerwerk in Mauterndorf. Der Hochofen wurde neu errichtet und nahm seine Produktion 1867 auf. Seine Tagesschmelzleistung betrug 15t Roheisen.

1885 musste der Betrieb wieder eingestellt werden. Die Ursachen lagen vor allem in der Konkurrenz steirischer Eisenwerke, in der schwierigen Verhüttbarkeit der schwefelreichen, vorwiegend karbonatischen Erze und in der verkehrstechnisch ungünstigen Lage.

Um die Jahrhundertwende kaufte Graf Lambert die Hütte in Bundschuh und verpachtete sie 1901 an die Bleckmann´s Phönix-Stahlwerke, die hier noch bis 1903 Roheisen erzeugten. 1925 gingen die Liegenschaften in Schwarzenbergisches Eigentum über.


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