Der Ramingsteiner Marmorsteinbruch

Dieser Marmorsteinbruch, der sich 270 m über dem Wasserspiegel der Mur befindet, wurde 1939 von der Salzburger Firma Wimmer in Betrieb genommen.

Die 1894 fertiggestellte Murtalbahn ermöglichte auch weitere Transporte. Der 4 km lange Güterweg, der zur Aufschließung dieses Marmorvorkommens von Nöten war, diente auch der Aufschließung von Forstgebieten.

Die Gewinnungsmethoden

Da die Sprengarbeit den Marmor zerstört hätte, bedurfte es einer schonenden Abbaumethode. Man schnitt aus dem kompakten Gesteinsverband die Marmorblöcke und Platten mit Stahlseilen aus. Um die Schnittwirkung zu erhöhen verwendete man noch den härteren Quarzsand, der in Verbindung mit dem Stahlseil das Schneiden größerer Blöcke ermöglichte. Die Verwendung von Bohrern ermöglichte auch das Setzen von Eisenkeilen, um Blöcke heraus zu lösen. Im Tamsweger Rathaus ist der Boden mit Ramingsteiner Marmor ausgelegt. Kleinere Platten wurden für Fensterbänke verwendet.

      
Marmor aus Ramingsteim eim Tamsweger Rathaus

Mit der im Hintergrund stehenden Quetschmaschine, die mit einem Dieselmotor angetrieben war, stellte man Kies und Schotter her. Dieser besonders weiße Kies wurde auch als Zierde in Friedhöfen und Parkanlagen verwendet.


Foto der Belegschaft Mitte der 60er Jahre
(u.a. Johann Wasserer, Adolf Löcker, Johann Kocher)


Der Marmor

Marmor gilt für Bildhauer und Künstler als eines der edelsten Gesteine. Dieses Mineral ist ein aus Kalkstein umgewandeltes metamorphes Gestein, grob kristallin aus Calcit aufgebaut. Marmor ist in Platten geschnitten lichtdurchscheinend. Durch Nebenbestandteile (z.B. Eisen, Silicium, Graphit, Glimmer) treten verschiedene Farben und Zeichungen auf. Schon in der Antike wurde Marmor abgebaut und zu Kunstoder Gebrauchsgegenständen verarbeitet. Durch seine geringe Härte läßt sich dieses Gestein relativ leicht verarbeiten.

 

Mit freundlicher Genehmigung der Gemeinde Ramingstein


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