Die Brandkatastrophe von 1341

Durch ein schlecht gelöschtes Frattenfeuer fing am Sonntag, dem 18. Juli 1841 der Wald im Mislitzgraben Feuer. Schon einige Stunden später standen die Wälder rund um den Ort in Flammen. Ein aufkommender Südweststurm gefährdete sogar die Leonhardskirche in Tamsweg mit all ihren Kunstschätzen.

Der Ort Ramingstein wurde ein Raub der Flammen. Die schnelle Ausbreitung des Brandes und die extreme Hitzeentwicklung veranlassten viele Menschen, in der Mur Schutz zu suchen. Insgesamt wurden 77 Wohn- und Wirtschaftsgebäude vernichtet, darunter auch die ehemaligen Werks- und Wohngebäude der landesfürstlichen Silberhütte. Schloss Wintergrün, früherer Sitz des Bergrichters, wurde ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogen. Lediglich das Bräuhaus, die Kirche, der Pfarrhof und die Schule (heutiges Postamt) blieben von der Feuersbrunst verschont.

Erst ein Regenguss am 23. Juli löschte die letzten Glutnester. Der seit Ende der Bergbauzeit ohnehin verarmten Bevölkerung bot sich ein Anblick völliger Verwüstung. Der Wiederaufbau des Ortes gelang nur durch den Fleiß der betroffenen Menschen sowie durch die Unterstützung einiger Wohltäter. So reiste zum Beispiel seine Majestät Friedrich August von Sachsen kurz nach dieser Brandkatastrophe durch den Lungau und ließ durch seinen Adjutanten 100 Gulden zur Linderung der Not überreichen.


Ramingstein vor dem Brand von 1841


Ansicht der Werks- und Wohngebäude im früheren Bergbauzentrum Ramingstein (Blickrichtung Süden):

1.  Schloss Wintergrün (mit Kapelle und Südtrakt), Heutiger Sitz der Schwarzenberg’schen Forstverwaltung

2.  Schmelzhütte (Gebäude mit hohem Kamin)

3.  Kohlbarren

4.  Durigon Haus (heutiger „Ramingsteinerhof“)

5.  Probiergaden

 

                Grundriss von Ramingstein, 1821                
Detailwiedergabe (Schwarzenberg’sches Archiv Murau).



1  Schloss Wintergrün
2  Stallungen zum Schloss
3  Schmelzhütte
4  Probiergaden
5  Durigon (Kaufmann, Weinwirt)
6  Röstofen
7  Kohlbarren          
8  Wirtshaus


Mit freundlicher Genehmigung der Gemeinde Ramingstein


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