Bergbau am Hochgolling


In einschlägiger Literatur finden sich immer wieder Hinweise auf Akten, welche vom Bergbau am Hochgolling zeugen.

Beispielhaft sei das Jahr 1571 erwähnt, in welchem "Ludwig Plaphard den Bau St. Johannes am Hohen Golling freit", wie Dr. August Prinzinger der Ältere in den "Auszügen aus den Akten über den Lungauer Bergbau" im "Verzeichnis der wichtigen Quellen zur Landeskunde des Herzogtums Salzburg" schreibt. Wo immer sich die Schürfstellen befunden haben - sei es im Bereich des Quecksilbersees, im Bereich des Rottores oder gar oben bei der "Goldenen Henne" -, schlüssige Angaben sind derzeit (noch) nicht möglich. Werkzeug- und Mineralienfunde (Kupferkies, Malachit, Azurit) im Bereich der "Goldenen Henne"  lassen bergbauliche Aktivitäten in dieser extremen Höhenlage als gegeben erscheinen.

Als deutlicher Beweis für Erzvorkommen am Hochgolling ist die Entdeckung einer Fahlerzader im Jahre 1985 in unmittelbarer Nähe der "Goldenen Henne" zu werten. Dieses Fahlerz war in damaliger Zeit neben seinem Gehalt an Blei und Silber vor allem wegen des üblicherweise hohen Kupfergehaltes sehr begehrt.

Der Bergmann wie der Minerahenfreund werden auf solche Lagerstätten durch die sehr intensiv gefärbten Begleitmineralien Azurit (Bergblau oder Kupferblau) und Malachit (grün) aufmerksam. Beides sind Leitmineralien für die Oxidationszone kupferführender Lagerstätten. Tatsache ist, daß auch die an mehreren Stellen wegartige Breite des Steiges (Saumpfad) von den Pölleral-men Richtung Rottor in keiner Weise durch almwirtschaftliche Nutzung erklärt werden kann. Nicht zuletzt deuten auch Namensgebungen wie Quecksilbersee, Saumsteig, Rottor und "Goldene Henne" in bergbauliche Vergangenheit.


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