Arsenbergbau Göriachalpe (Lessach)

Unter dem Namen Arsenikbergbau Göriachalpe sind eigentlich zwei Bergbaue gemeint, von denen der westlich der Alpe liegende in den Bergwerksakten unter dem Namen Kruxleiten aufscheint, während der ostwärts der Alpe liegende mit dem Namen Lessachwinkel bezeichnet wird. Die gewonnenen Erze beider Bergbaue wurden wahrscheinlich in Kruxleiten verhüttet. Die Erlaubnis, dort Hüttrauch zu brennen, wurde von Wilhelm von Trautmannsdorff, dem das Bergwerk gehörte, dem Lungauer Gewerken Ludwig Plappart im Jahre 1562 erteilt. Anteile an diesem Bergwerk besaßen auch noch in der Zeit von 1562 bis 1570 die Gewerken Balthasar Gensprunner und Leonhard Seitlinger, Gewerke zu Zörzach (Zoitzach) in Lessach. Sie scheinen unter dem Namen Eisen- und Hüttrauchgewerken auf. 

Vermöge seiner hohen Stellung gelang es dem Dom-Dechanten Wilhelm von Trautmannsdorff, für seine Bergbaue vom Erzbischof immer wieder Vorteile zu erlangen. Dies war ja auch der Grund für seine Zusammenarbeit mit den anderen Gewerken. So wurde ihm am 9. Jänner 1563 vom Erzbischof die Genehmigung erteilt, 850 Zentner Hüttrauch frei, das heißt ohne Leistung an Abgaben, verfuhren zu dürfen. Auch seinem Mitgewerken Leonhard Seitlinger erwies sich der Landesfürst gnädig und gewährte ihm beim Hüttrauch einen bedeutenden Fronnachlaß. Während er bisher für den Zentner Hüttrauch 4 Schilling Fron bezahlt hatte, wurde ihm mit Befehl vom 16. Jänner 1566 die Fron auf einen Schilling pro Zentner ermäßigt. Das Hüttrauchbergwerk Göriach - Lessachalpe wurde von den Eisen- und Hüttrauchgewerken noch einige Zeit fortgeführt, ging aber mangels Rentabilität schon um 1600 ein.

Arsenbergbau-Schwefelkies

Dieser Bergbau befindet sich an der linken Talseite auf 1520 m Seehöhe oberhalb des neuen Forstwegs zur Wildbachhütte. Die Mundlöcher befinden sich neben dem Weg und sind gut erhalten. Im mittleren und hinteren Teil des Stollens sind Bohrlöcher zu sehen. Auch wurde Feuer gesetzt. Abgebaut wurde Arsenkies. Ungefähr 100 m unter diesem Bau befindet sich ein Schürf von 7 m Länge mit Spuren von Schlägeln und Eisen.

Aus der Ort-Chronik von Lessach
Mit freundlicher Genehmigung von Gerhard Kocher


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