Die Verarbeitung von Roheisen


Da im Kendlbrucker Eisenwerk zwei Frischfeueröfen in Betrieb waren, konnte bereits schmiedbares Eisen erzeugt werden. Das noch glühende „Schmiedeisen“ brachte man im angeschlossenen Hammerwerk in die gewünschte Form.

Die Aufsicht über eine möglichst gewinnbringende Weiterverarbeitung oblag dem jeweiligen Verwalter, dem sogenannten Verweser.


Die Arbeit in einem Hammerwerk

 

 

Am 6. April 1701 wurde beispielsweise von den Kendlbrucker Gewerken ein Mann namens Franz Pürchner als Verweser aufgenommen.

 „Derselbe erhält nebst Freiquartier, 70 Pfd. Kerzen, einem Pferdedeputate von 60 fl., eine Jahresbesoldung von 300 fl. Für Reisen mit dem Pferde  betragen  seine  Diäten 3 fl. und erhält derselbe außerdem noch eine Pauschale von 80 fl. um damit einem Schreiber Kost, Kleidung und Lohn geben zu können.“

Das in Kendlbruck gewonnene Schmiedeisen wurde aber nicht zur Gänze im örtlichen Hammerwerk verarbeitet. Der Weiterverkauf erfolgte über die „Eisenniederlagen“ (konzessionierte Eisenhändler) in Tamsweg und Mauterndorf. Der immer steigende Konkurrenzdruck größerer Werke führte jedoch schließlich zur Einstellung des Kendlbrucker Hammerwerkes im Jahr 1784.

Mit freundlicher Genehmigung der Gemeinde Ramingstein


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