Die Wallfahrtskirche "Maria Hollenstein"


Bereits in der Bergbauzeit wurde das „Kirchlein am Hohl´nstein“ erwähnt.


Maria Hollenstein
 

Ein damals verehrtes Frauenbild in einer hölzernen Kapelle bei Kendlbruck erregte wegen zahlreicher Gebetserhörungen großes Aufsehen. So ließ das fürsterz-bischöfliche Konsistorium im Jahr 1714 eine Untersuchung durchführen.

Der Name „Hollenstein“ leitet sich von einer Felshöhlung neben der Ursprungskapelle ab. 

In diesem „hohlen Stein“ sammelt sich das ganze Jahr Wasser, das stetig aus dem dunklen Stein nachsickert. Diesem Wasser wird seit jeher wundersame Heilkraft gegen Augenleiden nachgesagt.

Die Wallfahrtskirche wurde 1745 erbaut und am 20. März 1748 der Mutter Gottes geweiht.

In den Jahren 1952/53 wurde  das kleine Gotteshaus erweitert und mit dem heutigen Turm versehen. Damals wurde auch der barocke Altar, der sich zuvor in der Kirche St. Rupert in Weißpriach befunden hat, hier aufgestellt.

 

Zahlreiche Bilder und Votivtafeln zeugen mittlerweile von den in-ständigen Bitten der Pilger und auch von deren Erhörungen. Noch heute ist die Wallfahrt nach Maria Hollenstein sehr beliebt. 

Neben dem alten Hauptfest „Maria Heimsuchung“ (1. Sonn-tag im Juli) ziehen am 13. jeden Monats Gläubige von Kendl-bruck aus mit Kerzen zum Heiligtum, um hier bei einer Fatimafeier zur Gottesmutter zu beten.


"Die Burgfrau von Rammenstein"
Eine alte Sage aus dem Lungau

„Einst hauste auf der Burg zu Ramingstein ein mächtiger Ritter, dessen Gemahlin wegen ihrer Leutseligkeit und ihres stets hilfsbereiten Wesens allgemein beliebt war.

Da begab es sich, daß sie sich bei einer Jagd von der übrigen Gesellschaft allzusehr entfernte und schließlich im dunklen Forste nicht mehr aus und ein wußte. Lange irrte sie nun in dieser Waldwildnis umher, ohne einen Ausweg zu finden, bis sie schließlich von dem vielen Umherwandern müde, erschöpft zu Boden sank. 

Da erblickte sie in ihrer Nähe eine sprudelnde Quelle, welche aus dem zerklüfteten Felsgestein hervortrat. Sie labte sich an dem erfrischenden Wasser, benetzte sich damit Gesicht und Augen und ließ sich daneben zur Ruhe nieder. Da sie aber sehr ermüdet war, sank sie bald in einen wohltätigen Schlaf.

Lauter Hörnerklang, welcher näher und näher kam, ließ sie aus ihrem Schlummer wieder erwachen und verkündete, daß man nach ihr auf der Suche war und ihre Rettung nahe sei. Unter lautem Jubel wurde der Rückweg in die Burg angetreten. 

Aus Dankbarkeit und zur bleibenden Erinnerung ließ sie in der Nähe der Quelle eine der Gottesmutter geweihte Kapelle errichten, aus welcher später das heute vielbesuchte Wallfahrtskirchlein Maria Hollenstein entstand. 

Das Wasser der in der Nähe sprudelnden Quelle wird auch heute noch als besonders heilwirkend für die Augen angesehen, und viele fromme Wallfahrer benetzen sich damit Gesicht und Augen.“ 

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Mit freundlicher Genehmigung der Gemeinde Ramingstein


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