Die Erztrennung


     Das Scheideort A  Die aufgesetzten Bretter B
     Der Hammer C   Der Quetscher D  
     Das Erzfässchen E  Der Erzeimer F
     (Zeichnung  von Agricola)


Da die Natur die Erze zumeist unrein hervorbringt, ist es nötig, die Verunreinigungen vor dem Schmelzen abzuscheiden.

Diese Trennung erfolgte in sogenannten Kuttschaidstuben (Kuttfodern oder Scheideorten )

Das Hauwerk wurde auf „Kuttsteinen“ mit großen Fäusteln (Quetschen) zerschlagen.

Anschließend erfolgte die Sortierung, bei der auch Frauen und Knaben mitarbeiteten. Sorgfalt und Redlichkeit dieser Hilfskräfte unterlagen strengen Kontrollen.

Das Rösten der Erze


Um später in den Stichöfen gute Schmelzergebnisse zu erzielen, musste man schwefelhältiges Hauwerk vorerst rösten (Abb. 2).

Dieses Erhitzen des Gesteines auf sogenannten Röststadeln hatte zur Folge, dass der Schwefelgehalt im Bleiglanz (Galenit PbS) auf ein Minimum reduziert wurde. 

Röststadel befanden sich immer in unmittelbarer Umgebung von Schaidstuben, Kuttplätzen oder Pochwerken, wo man das geröstete Hauwerk dann zerkleinerte. Eine der Ramingsteiner Röstanlagen befand sich nachweislich vor den Stichöfen (Schmelzhütte).

Die vorhandenen Mauerreste hier im Umkreis stammen von einer Kuttscheidstube (Kuttfoder).

 


      Ein brennender Röststadel mit Bleierz und daraufgelegten Hölzern A
      Ein Arbeiter trägt auf einen Röststadel Bleierz ein B  
      Der dem Backofen ähnliche Röstofen C
      (Zeichnung  von Agricola)

Mit freundlicher Genehmigung der Gemeinde Ramingstein


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