Burg Finstrgrün


Die Festung „Ramnstein“ (der Name „Finstergrün“ scheint erst 1629 auf) stellte in Verbindung mit der Befestigungsmauer östlich der Kirche bis zur Mur als Talsperre die ehemalige Grenzsicherung dar. 

Diese diente einerseits zum Schutz gegen die benachbarte habsburgische Steiermark und war andererseits Stützpunkt bei der Einhebung von Zöllen.

Das heutige Erscheinungsbild der Burg weist zwei Gebäudekomplexe aus verschiedenen Epochen auf, die sich jedoch durch äußerst geschickte Anpassung des Neubaues als gelungene Einheit darstellen.

Erste urkundliche Erwähnungen weisen den „Edlen von Ramnstein“ bereits im 12. Jahrhundert als Herrn der Burg aus.

 

Von 1429 bis 1557 übte das Geschlecht der Mooshamer die Pflegschaft in Ramingstein aus. Mit der Zentralisierung der Gerichtskompetenzen auf Schloss Moosham schwand das Interesse an „Finstergrün“. Um nun dem drohenden Verfall entgegenzuwirken, erhielten in der Zeit zwischen 1558 und 1779 die Herren von Kuenburg ein jährliches Deputat an Geld, Getreide und Käse und mussten im Gegenzug für die Erhaltung von Burg und Brücke sorgen.

Über Jahre hinweg dienten einige Räume nachweislich verschiedenen landesfürstlichen Beamten als Unterkunft. So lebten beispielsweise im Jahr 1736 ein hochfürstlicher Hüttenschreiber und vierzehn Jahre später ein Fronbote dort.

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Im Jahre 1775 erwarb ein Bergknappe namens Josef Ruef die Burg, die er schon jahrelang bewohnte, im Zuge einer Versteigerung durch die Hofkammer. Auch die Kendlbrucker Eisengewerken bewarben sich in den darauffolgenden Jahren um die Festung als Amtshaus.

1827 erwarb Josef Fürst Schwarzenberg die Burg mitsamt den schon stillgelegten Silbergruben. Das Großfeuer im Jahre 1841 zerstörte die bereits dem Verfall preisgegebene Burg „Finstergrün“.

Sandor Graf Szápáry – ab 1899 im Besitz der Burg – plante vorerst den Wiederaufbau der Ruine, verwarf diese Pläne aber wieder und begann 1901 mit dem Anbau im neugotischen Stil.

Nach des Grafen allzu frühem Tod im Jahre 1904 sorgte seine Witwe Gräfin Margit Szápáry, geb. Gräfin Henckel von Donnersmarck, für die Fertigstellung der Burg.


Ruine Finstergrün - Rekonstruktion des Zustandes um das Jahr 1400

Mit freundlicher Genehmigung der Gemeinde Ramingstein


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