Werkzeuge der Hauer
Das Knappengezähe


    Das Sumpfeisen A  
    Das Ritzeisen B  
    Das Stufeisen C  
    Der hölzerne Stiel D
    Stufeisen mit Stiel E  
    Der Fimmel (zugespitzter Eisenkeil) F  
    Der Keil G


Alle diese Arten von "Eisen" wurden, vergleichbar den heute gebräuchlichen "Spitzmeißeln", für die Bearbeitung des Gesteines verwendet. Um Ritzen für die Keilarbeit zu schlagen, brauchte man die "Ritzeisen", zum Herausarbeiten von Wassersaigen (Gerinnen) die "Sumpfeisen". 

Pro Tag verschlug ein Hauer oft bis zu zehn Stück dieser Bergeisen, die vom Schmied wieder geschärft werden mussten. 


    Das Treibefäustel A  
    Das Handfäustel B  
    Das Ritzfäustel C  
    Das zweihändige Treibefäustel D  
    Das Großfäustel E  
    Der hölzerne Stiel F  
    Ritzfäustel mit Stiel G

 

Abhängig von der zu bearbeitenden Stelle verwendete man dem "Eisen" der Größe nach angepasste Fäustel. 

Eine besondere Art des Fäustels, das sogenannte Schlenkerfäustel, mit einem gebogenen Stiel ausgestattet, ermöglichte es den Hauern, Schläge nach oben (gegen den First) zu tätigen.


   Das Eisen zum Durchschlagen A  
   Das Brecheisen B  
   Die Brechstange C

Brecheisen und Brechstange benutzte man, um das durch die Feuersetzarbeit mürbe gewordene Gestein zu lösen

     
Die Kratze A
Die Keilhaue B
die Schaufel C


Haspelanlage

Um sich in Schächten die Förderarbeit zu erleichtern, errichtete man sogenannte "Haspelanlagen".

Die Förderseile dafür wurden aus Hanf hergestellt, oder, wie in unserer Gegend üblich sogar aus Rosshaar geflochten. 


Die Haspelstützen A  Der Rundbaum B  
Die Kurbel C  Das Förderseil D  
Der Seilhaken E  Das Fördergefäß F

Für den Transport der Erze unter Tage verwendete man Erztragen, die von Region zu Region unterschiedlich geformt waren. Teilweise trug man sie, an Schnüren befestigt, um den Hals.


Die Erztrage (Trog) A u. B  Die Schnur C

Auf Hauptförderstrecken verlegte man Schienen aus Holz (Gestänge), auf denen die Fördertruhen (Spurnagelhunte) geschoben wurden.


Fördertruhe („Hunt“)

Bei den Truhenläufern war es üblich, nach jeder geförderten Truhe einen Einschnitt in ein sogenanntes "Kerbholz" zu machen, um durch die Anzahl der Kerben die geleistete Fördermenge kontrollieren zu können.

Um zufließendes Wasser aus Schächten nach oben zu fördern, verwendete man hölzerne Wasserkübel oder auch lederne Säcke (Bulgen).

In großen Gruben baute man aufwendige "Wasserkünste", um das Wasser mit Hilfe von Pumpen zu heben und dann abzuleiten. Die einzige bekannte Wasserkunst des Lungaues stand noch vor wenigen Jahren im Hüttrauchbergbau (Arsen) in Rotgülden. Mittels Aufschlagwasser aus den oberen Systemen betrieb man dort ein Wasserrad mit 3 Metern Durchmesser. Dieses setzte, über eine Welle verbunden, eine hölzerne Pumpe in Gang, mit der man den Schacht entwässerte.


Das Rad der oberen Maschine A  Seine Pumpe B  
Das Rad der unteren Maschine C  Seine Pumpensätze D


Die Beleuchtung

Ein großes Problem für die Arbeiter im Berg stellte das "Geleucht" dar. Lange Zeit dienten den Knappen als Beleuchtung Kienspäne, deren Überreste man heute noch häufig in den Stollen des Ramingsteiner Silberbergbaues findet. Geschnitten wurden diese Späne aus besonders harzhältigem Holz (Kiefern) oder, wie in unserer Gegend üblich, aus Zirbenholz. 

Abgelöst wurde diese Art der Beleuchtung durch sogenannte "Froschlampen", auch "Unschlittfunseln" genannt. Diese wurden mit Unschlitt (Rindertalg) gefüllt und mittels eines Dochtes befeuert. Auch Kerzen, aus dem selben Fett hergestellt, waren in Verwendung. Die Nachteile dieser neuen Beleuchtungsart waren die Rauchentwicklung und die Geruchsbelästigung. Die Einführung von Wachskerzen und Laternen, die sich bis ins 19. Jahrhundert hielten, war ein großer Fortschritt.

 

Mit freundlicher Genehmigung der Gemeinde Ramingstein


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