Das Rösten der Erze


Um später in den Stichöfen gute Schmelzergebnisse zu erzielen, war es im Edelmetallbergbau (besonders bei der Eisen-, Blei-, Silber- und Kupferverhüttung) nötig, schwefelhaltiges Hauwerk vorerst zu „rösten".


Erzrösten nach Agricola
Ein brennender Röststadel mit Bleierz und daraufgelegten Hölzern A
Ein Arbeiter trägt auf einen Röststadel Bleierz ein B
Der dem Backofen ähnliche Röstofen C

Dieses Erhitzen des Gesteines auf sogenannten Röststadeln hatte zur Folge, dass der Schwefelgehalt im Bleiglanz (Galenit PbS) auf ein Minimum reduziert wurde. Die Zermürbung des Hauwerks durch die Hitze wurde oft zusätzlich durch Wassergüsse auf das noch warme Erz verstärkt. 


Erzröstanlage Bundschuh (saniert 1985 bis 1991)

Abhängig vom Schwefelgehalt und von der Festigkeit wurden die Erze bis zu drei Röstvorgängen unterzogen. Röststadel befanden sich immer in unmittelbarer Umgebung von Schaidstuben, Kuttplätzen oder Pochwerken, wo man das geröstete Hauwerk dann zerkleinerte. Eine der Ramingsteiner Röstanlagen befand sich nachweislich vor den Stichöfen (Schmelzhütte).

Mit freundlicher Genehmigung der Gemeinde Ramingstein


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