Die Bergbaureviere
südlich der Mur

Die Bleiglanzvererzung in Ramingstein erstreckt sich von Südwesten nach Nordosten. Südlich der Mur befinden sich die Bergbaureviere Kräofen, Dürrnrain und Haderbau. Auch westlich des Mislitzbaches wurde Bergbau betrieben.

Mitgliedern der Lungauer Stollengruppe gelang es, in den vergangenen Jahren die noch zugänglichen Grubengebäude zu vermessen und ein Streckennetz von 11 Kilometer zu kartografieren.

Das Betreiben der benachbarten Gruben durch verschiedene Gewerken führte nicht selten zu Grubenstreitigkeiten. Ein Durchschlag zwischen dem landesfürstlichen Haderbau und der Moosheimischen Fundgrube war beispielsweise im Jahr 1556 Grund für einen derartigen Konflikt. Dieser Durchschlag wurde "beschrien" (es wurde dagegen Einspruch erhoben), da sich einer der beiden Bergbaubetreibenden in einem fremden Lehen befand. Erst Markscheider und Bergrichter konnten diese Streitigkeiten schlichten.

Im Jahre 1606 konnte im Zuge der Weihnachtsraittung folgender Arbeiterstand festgehalten werden: 

  • 2 Lehenschaften mit 12 Knappen bei der Mayrin, 

  • 2 Lehenschaften mit 15 Knappen am Haderbau und 

  • auf St. Leonhard, St.Cordula und St. Johann-Jakob am Dürnrain 31 Knappen. 

 Insgesamt also 58 Knappen in den Revieren südlich der Mur.

 

Mit freundlicher Genehmigung der Gemeinde Ramingstein


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