Die Erzwäsche

Bei dieser Form der nassen Erzaufbereitung nutzte man die unterschiedlichen Gewichte der Gesteinsbestandteile. Über mehrere Gerinne geleitet, passierte das gepochte Hauwerk grobe, mittlere und zuletzt engmaschige Kastensiebe und wurde dann noch zusätzlich von Hand versiebt. Grobe Rückstände wurden vom Karrenläufer abtransportiert und einem neuerlichen Pochgang zugeführt, während sich Erzsand, Grieß und Schlamm in den Wasserfässern unterhalb der Siebe absetzte.

Der nächste Arbeitsgang erfolgte am sogenannten Planenherd. Das über Gerinne zugeführte Wasser schwemmte das feine Erz über den mit Leinentüchern (Planen) ausgelegten Holzboden des "Herdes", wobei sich die schweren Erzteilchen im Gewebe festsetzten, die leichten Mineralien hingegen weggespült wurden. Von Zeit zu Zeit tauchte man die verwendeten Planen in wassergefüllte Fässer, um die Erzkörnchen herauszuwaschen. Nach Abgießen des Wassers befand sich am Fassboden der sogenannte "Planen- oder Kernschlich". 

Diese "Schlämmarbeiten" waren unter anderem ein Arbeitsvorgang, bei dem auch Frauen beschäftigt waren. 

Der Arbeiterstand im Ramingsteiner Poch- und Waschwerk im Jahre 1706:

  • 2 Wäscherhutleute, 

  • 3 Kernzieher, 

  • 5 Aufschläger, 

  • 4 Stockknechte, 

  • 2 Bruchförderer, 

  • 1 Helfersknecht und 

  • 40 Waschweiber.


Die Erzwäsche nach Agricola
Die Planen A  Die Kisten B  Die Fässer C  Der Trog D  Das kleine Gerinne E 

Mit freundlicher Genehmigung der Gemeinde Ramingstein


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