Abbau mit Schlägel und Eisen bzw. Feuersatz


Vor der Verwendung von Schießpulver kannte man zwei Techniken:

1. Schlägel und Eisenarbeit


Die Arbeit mit Schlägel und Eisen: In weichem, brüchigen Gestein konnte das Erz mittels “Hammer und Meißel” geborgen werden. Letzterer war auf der einen Seite stumpf, hatte in der Mitte ein Loch für einen Stiel und lief auf der anderen Seite spitz zu. Noch heute sind in derart hergestellten Stollen die sog, “Schrämspuren” zu sehen. Stollen, die mit dieser Abbautechnik hergestellt wurden, sind vergleichsweise schmal und niedrig und besitzen einen deutlich “kastenartigen” Querschnitt.

2. Feuersetzarbeit:


Bei hartem Gestein brachte man Holz in den begonnen Stollen und entzündete es. Durch die Hitze und die unterschiedliche Dehnung der Gesteine wurde das Material spröde oder löste sich bereits von selbst von der festen Umgebung ab. Oft wurde mit kaltem Wasser nachgeholfen und das heiße Gestein abgeschreckt. Das so rissig gemachte Gestein konnte nun mit Schlägel und Eisen hereingewonnen werden. Der Querschnitt von feuergesetzten Stollen ist etwas größer und rundlich-oval. Oft sieht man in den Abbauen noch Reste von Holzkohle oder Ruß an den Wänden.

 


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