Der Talkbergbau


Talk, durch seinen fettigen Griff auch "Speckstein" genannt, ist ein Mineral der Härte 1 und daher sogar mit dem Fingernagel ritzbar. Durch die hohe Hitzebeständigkeit verwendete man ihn für Hochofengestellsteine.

Auch als Schmiermittel, Bindemittel für Seifen oder als Bestandteil für Puder und Schminke fand Talkum Verwendung. Unter der Bezeichnung "Federweiß" bekannt, streute man den Talk früher auf die hölzernen Tanzböden, um den Tanzbeinen den richtigen Schwung zu verleihen. Durch den Bau der Murtalbahn im Jahre 1894 und dem einhergehenden Anschluß an das öffentliche Bahnnetz erhoffte man sich eine Wiederbelebung des Lungauer Bergbaues.

Bereits 1895 wurde der Schurfbetrieb von dem Federweißhändler Eduard Ellenbogen aufgenommen, mußte aber nach fünf Jahren aus wirtschaftlichen Gründen schon wieder eingestellt werden. Am 1. Juni 1924 wurde der Betrieb von der Alpenländischen Montan AG in München mit zwölf Mann wieder in Schwung gebracht.


Schon vier Jahre später übernahm die Talkum Bergbau Ges.m.b.H. die Betriebsleitung. Infolge der Wirtschaftskrise folge jedoch 1930 das unwiderrufliche Ende des Lessacher Talkbergbaues.

Das ehemalige Grubengebäude, welches sich über drei Horizonte erstreckte, ist heute fast zur Gänze verbrochen.

Lediglich eine Binge (durch Grubeneinsturz entstandene Erdvertiefung) und ein 20 Meter tiefer Schacht nahe des Bodenmoosgrabens zeugen heute noch vom einstigen Abbau. Von den ehemaligen obertägigen Anlagen ist heute nichts mehr zu sehen.


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