St. Andrä, ein alter Industrieort

Ein metallverarbeitender Industriebetrieb steht an der Stelle, an der vorher eine Pappefabrik und viele Jahrhunderte früher ein Eisenhammerwerk zu finden waren. Dieses Hammerwerk ging in den Besitz des Klosters Nonnberg über, bis es 1763 an den Erzbischof Sigmund III. von Schrattenbach und seine Hofkammer verkauft wurde. Das Werk in St. Andrä wechselte dann mehrmals seine Besitzer, bis es Fürst Schwarzenberg 1831 aus einer Konkursmasse aufkaufte und 1840 neue Werksgebäude errichten ließ. 


1899 errichtete Bernhard Funcke die oben abgebildete Holzstoff-Fabrik.

Es wurde damals schon Stahl erzeugt. In der Zeit des Klosters Nonnberg und der Erzbischöfe wurde das Roheisen aus den Hochöfen von Bundschuh und Kendlbruck nach St. Andrä gebracht und hier weiter verarbeitet. Das Werk, das 1843 in Betrieb ging, verbrauchte im Jahr ungefähr 40.000 Faß Holzkohle, die aus den Seitentälern stammte. In der Schwarzenbergischen Zeit wurde das Roheisen aus eigenen Bergwerken in Turrach bezogen. Der Großindustrie konnte das kleine Werk jedoch nicht länger standhalten und wurde geschlossen.

Von 1532 bis 1970 war eine Kupferschmiede im Ort. Dem Besucher des Friedhofes wird sicher die Grabstätte der Kupferschmiede auffallen; ihre Namen sind in einem kupfergetriebenen Buch festgehalten.

Text aus:  " Der Lungau" von Josef Hübl,
mit freundlicher Genehmigung
 des Otto Müller Verlags, Salzburg


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