Die Hauerische Glashütte

Im Jahr 1822 kam Johann Hauer in den Lungau und begann am Austritt des Klausgrabens, südwestlich von St. Michael, mit dem Bau einer Glashütte. 

Am 5. Juni 1823 konnte der Glasofen feierlich angeblasen werden. Johann Hauer, geboren in Planes bei Budweis, war der Sohn des Glasfabrikanten Honner (Salzburg, Freudenthal und Plätzl). Das Personal der neuen Glashütte (sieben Glasmachergesellen, sieben Lehrbuben, zwei Glasschneider, ein Schmelzer, vier Schürer und ein Buchmacher) stammte durchwegs aus Böhmen. 

Zwei Lungauer Knappen fanden beim Sprengen im Quarzbruch (Klausgraben) Arbeit, weitere Lungauer bei der Holzaufbringung. Der Hauerischen Glashütte war kein langer Bestand beschieden. Ignaz von Kürsinger berichtet über einen Glasfabrikanten namens Martin Strohmayer, über den auch eine Grabtafel im Friedhof von St. Michael Auskunft gibt: „Martin Strohmayer, Glasfabrikant am Klausgraben, welcher den 13. Juli 1849 im 58. Jahre seines Lebens selig in dem Herren entschlafen ist." Mit seinem Tod dürfte die Glashütte zum Erliegen gekommen sein.


Die Glashütte, vor 1914


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