Der historische Bergbau

Die erste Urkunde, die das Schürfen nach Erzen im Lungau belegt, stammt aus dem Jahr 1287.

Schaut man auf die gegenüberliegende Talseite, ins Gebiet der "Steinitzen", so überblickt man eines der ehemaligen Zederhauser Bergbaugebiete. Auch im hintersten Riedingtal unterhalb der "Wasserfallscharte" wurde Kupfer und Schwefel abgebaut.

Der Lungau bot eine Vielzahl an Bodenschätzen. Die höchstgelegenen Gruben befanden sich in ca. 2.700m Seehöhe, wie etwa auf dem "Hochgolling" oder am "Silbereck" im Murtal.

Im 16. und 17. Jhdt. brachte der Bergbau in den Tälern einen gewissen Wohlstand mit sich.


Abgebaut wurde beispielsweise in folgenden Regionen

Ramingstein

Silber

Bundschuh, Kendlbruck

Eisen

Lessach

Kupfer, Talkum

Göriach

Kupfer, Arsenik

Weißpriach

Silber, Kupfer, Nickel, Kobalt

Tweng, Radstädter Tauern

Eisen, Kupfer

Muhr

Gold, Silber, Arsenik

Zederhaus

Kupfer, Schwefel, Fluorit

Meist wurden die Bergbaue von Privatgewerken betrieben, die in Form von "Fron und Wechsel" ihre Abgaben an den Landesfürsten lieferten.


Die "Fron" bedeutete die Ablieferung jedes 10. Erzkübels, der "Wechsel" verpflichtete die Gewerken zum Einwechseln der Metalle beim Erzbischof zu einem festgesetzten Preis.

Wilhelm von Trautmannsdorf, Domdechant von Salzburg betrieb zum Beispiel im Jahr 1562 das "Trautmannsdorfische Revierschwefelbergwerk" in Zederhaus. Zwei Jahre später wird festgehalten: Wilhelm von Trautmannsdorfs Bergbau und neuer Hüttschlag in Zederhaus – Schwefelöfen . Schlechte Erzscheidung. Probeschmelzen auf Kupfer. Trautmannsdorf steht mit Paul Eckhardt in Nürnberg in lebhafter Handelsverbindung.

Im Jahr 1623 findet Hans Rudolf von Thanner im Zederhaus ein neues Kupfererz und bittet ein Oeferl aufstellen zu dürfen.

Über 100 Jahre später, genau 1740 baut ein Josef Sünnhuber in der Stainitzen ein Kupfererz ab. Er will ein Jahr darauf unweit des Dorfes Weißburg in einer Erlau ein Kupferschmelzwerk bauen.

Letzte bekannte Eintragungen über den Bergbau in Zederhaus entstammen der Zeit um 1780.


Die Tatsache, dass es im Lungau zumeist kleine Erzlagerstätten gab, trug dazu bei, dass Ende des 18. bzw. Anfang des 19. Jhdts. die Bergbautätigkeit zu Ende ging.

Reste von Hochofenfundamenten und Schlackenhalden bei der "Eßlalm" erinnern heute noch an die Bergbauzeit.

 


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               Lungauer Erzwege             
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