Erze und Mineralien

Geologie

Das Bergbaugebiet wird zur Hauptsache aus Schiefern und Gneisen aufgebaut, die während mehrerer Gebirgsbildungen unter hohen Drucken und Temperaturen umgewandelt wurden (Metamorphose). Als Ausgangsmaterialien werden tonig-sandige Ablagerungen und vulkanische Gesteine angenommen. Innerhalb dieser Schiefer-Gneis-Abfolge treten rostigbraune Horizonte hervor (Branden). Ihre auffällige Färbung wird durch die Verwitterung (Oxydation) feinverteilter eisenhältiger Minerale (Schwefelkies, Magnetkies) verursacht.


Magnetkies

Die Metallanreicherung in den Branden erfolgte bereits während der Ablagerung der Ausgangssteine. Während der Alpenauffaltung konnten mit Metallen angereicherte Lösungen entlang von Schwächezonen (Verwerfen, Störungen) aufsteigen und bei der Abkühlung hauptsächlich mit Ankerit (CaFe[Co3]2) gefüllte Gänge bilden.
Nur dort, wo die Ankeritgänge die Branden schneiden, kam es zur Ausscheidung abbauwürdiger Nickel-Kobalt-Erzkonzentrationen. Im Gegensatz dazu treten silberhaltige Erze (Fahler) über ausgedehntere Gangbereiche auf und wurden insbesondere in der Silberkluft bis zur Oberfläche abgebaut.


Ankerit


Erzminerale


Schwefelkies

Die Erze kommen in unregelmäßigen Adern, Nestern und Putzen vor. Die Mehrzahl der Nickel-Kobalt-Erze sind Verbindungen mit Arsen, z.B. Weißnickelkies-Speiskobalt ([Ni,Co]As2-3), und Rotnickelkies (NiAs).

Das schwefelhältige Nickelerz Gersdorffit (NiAsS) wurde von der Zinkwand erstmals 1847 als neues Mineral beschrieben und nach R. v. Gersdorff benannt. Nickel- und Kobalterze kommen stets gemeinsam vor, wobei das Verhältnis Ni:Co im Bergbau etwa 10:1 betrug. Reichere Erzpartien enthielten bis 11 % Ni und 1 % Co. Der Silbergehalt in den Gängen schwankte zwischen 0,1 und 0,4 %.

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