Das Eisenwerk Turrach

Im Jahr 1662 ließ Johann Adolf Graf zu Schwarzenberg einen „Floßofen“ im Ort erbauen. Dieser stellte damals eine Besonderheit neben den sonst gebräuchlichen „Stucköfen“ dar. 

Die schwierige Verschmelzung der „streng-flüssigen“ Turracher Erze stellte jedoch ein großes Problem dar. Einen Aufschwung brachte 1826 ein neu gebauter Ofen der bessere Schmelzleistungen und geringeren Holzkohlenverbrauch ermöglichte. 1838 wurde der Turracher Hochofen als erster in der Steiermark mit einem Winderhitzer ausgestattet.

Das örtliche Werk war lange Zeit Roheisenlieferant für die Schwarzenbergischen Stahlhütten in Paal, Murau, Katsch und Niederwölz.

 


"Bessemer Birne" 

 

Als Johann Adolf II. Fürst zu Schwarzenberg 1861 beschloss, in Turrach ein Bessemer-Stahlwerk zu errichten, bedeutete dies eine weitere Pionierleistung im Eisen-hüttenwesen.

Mit Hilfe eines kippbaren Konverters („Bessemer Birne“)

konnte im Jahr 1863 der erste recht gute Bessemerstahl Österreichs in Turrach erzeugt werden. 1866 wurde das Werk sogar um zwei Konverter erweitert. In den darauffolgenden Jahren wirkte sich die abgeschiedene Lage jedoch immer nachteiliger aus. Durch die Bildung größerer Gesellschaften wurde der Konkurrenzdruck schließlich zu groß und es kam 1898 zur Stilllegung der ältesten Bessemerhütte Österreichs.

 Mit freundlicher Genehmigung der Gemeinde Ramingstein


Eine Seite zurück

               Lungauer Erzwege             
Die Lungauer Bergbau-Geschichte online
© TAURACHSOFT

zur Startseite