Bergbau im Lungau


Der Lungau ist aufgrund der Vielfalt seiner Erzlager eine der bedeutendsten Regionen Österreichs. Hinter dem Bergbaurevier Gastein - Rauris stand der Lungau an zweiter Stelle im Erzbistum Salzburg. Über 400 Jahre lang war er ein Zentrum des Bergbaus, den der Landesfürst stets mit großem Interesse zu fördern versuchte.

Dementsprechend findet man die Reste einer Vielzahl von alten Bergbauen, deren Blütezeit zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert lag. Heute bezeugen uns Ruinen von Werksanlagen, Stollen, Schlackenhalden, aber auch teilweise gut erhaltene und renovierte Hüttenanlagen von dieser einstigen bergmännischen Betriebsamkeit.

Auch die Geschichte mancher Burgen und Kirchen hängt eng mit jener des Bergbaus zusammen und so manches stattliche Bürgerhaus erzählt vom Reichtum angesehener Gewerkenfamilien.

Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts sind die meisten lungauischen Bergbaue, teils aus Erschöpfung, teils aus Unwirtschaftlichkeit, eingestellt und aufgelassen worden; nur wenige erlebten später nochmals kurzzeitige neue Aufschlußversuche.

Übersichtskarte des Lungauer Bergabbaues             Karte:S.Heiß


Zusammenfassung der Abbaustellen
Nach den uns (bis dato) vorliegenden Unterlagen wurde an nachfolgenden Orten im Lungau Bergbau betrieben

Bekannte Gruben-Baue:
Ortsname:
Überlieferte
Gruben-Namen:
abgebaut wurden:
Zeitraum (soweit bekannt)
Kendlbruck   Brauneisenerz
Lessach      Barbarastollen Talk, Silber, Arsen
Murwinkel Öchslinbau
Gragöll
Brauneisenerz
Oberweißburg Brauneisenerz
Ramingstein  Berghauptmann- Hoffnungsstollen
Leopoldi-Stollen
Mayrin_Stollen
Grabnerin
Barbara-Stollen
Waldstubenstollen
Leonhardi-Stollen
Siebenschläferbaue
Haderbaustollen
Cordula-Stollen
Kräöfen
Knappentratten
Gangrubenstollen
Unterbaustollen
Schamstollen
Weiße Wirtstollen
Oberer Brotsteinstollen
Unterer Brotsteinstollen
Karl-Köchelstollen
St. Catarina
Mayrin
Frauen-Bau
Herren-Bau
Silber, Bleiglanzerze seit 1443
Rotgülden    Unterbau
Friedrich-Stollen
Sprintgasse
Mitterstollen
St. Ruprecht
St. Anna
Leikhartin
St. Ulrich
St. Jakob
Öchslinbau
Gold, Arsen, Silber seit Ende des 14. Jahrhunderts; bis 1879/84 größter Arsen-Bergbau (Erzeugung von "Hüttrauch") von Österreich-Ungarn
Seekar  Gottesgab-Stollen
Oberer Stollen
Mittlerer Stollen
Stöllerl
Margareth-Stollen
Johann-Jakob-Erbstollen
Emil-Unterbaustollen
Emil-Stollen
Kupfer, Silber ab 1576 bis nach Ende des Ersten Weltkrieges
Schellgaden  Jägerstollen
Köhlerstollen
Stüblbau
Barbara-Lager
Leonhardi-Stollen
Schulterbau
Sigmund-Erbstollen
Gangtal
Schelchwand
Pramleiten
Gold, Talk, Wolframerz ab 1354 bis 1892-1900

 

Schönfeld - Altenberg   Sigmundstollen
Silberstubenstollen
Glückaudstollen
Tagbaue
Hyronimusstollen
Htmannstollen
Berghaus
Nepomukstollen
Leopoldstollen
Fundstollen
Brauneisenerz
Schönfeld - Stubennock Franzstollen
Schafstollen
Tagbau
Schurfstonne (2 Stück)
Brauneisenerz  
Greisenegg Greiseneggstollen
Kamelstollen
Berghaus
Brauneisenerz  
Silbereck    Silber
St. Andrä Kohle, Torf
St. Margarethen Torf
St. Martin Brauneisenerz
St. Michael Kaltenbach (?) Brauneisenerz
Stranach  Brauneisenerz
Tamsweg      Gold
Tweng        Eisen, Mangan
Unternberg   Gold
Wölting Torf
Zederhaus    Kupfer, Schwefel, Fluorit
Zinkwand / Vöttern    Himmelskönigin-Stollen
Mutter-Kirchenthal-Stollen
Mitterstollen
Oberer Zinkwandstollen
Unterer Zinkwandstollen
Schmiedenstollen
Zinkwandgrübln
Unser Frauen
St.Peter
Saumanin
Kaiserstollen
St.Ruprecht
Silber, Kobalt, Nickel Silber, Kupfer, Blei vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert; 
Kobalt Anfang des 17. Jahrhunderts bis 1817; 
Nickel unter von Gersdorff 1832-1875, dann 1918 und 1927
Standorte von Schmelzhütten / Hochöfen: 
Bundschuh
Lessach
Mauterndorf
Ramingstein
Rotgülden
St. Michael
Schellgaden
Zederhaus
Standort Goldwäscherei: 
Schellgaden
Standorte von Hammer- & Drahtwerke:
Mauterndorf
St. Andrä
Standorte von Pochwerken:
Mauterndorf
Ramingstein
Rotgülden
Schellgaden
St. Michael
im Bereich Zinkwand

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